loop Archiv #8 (8.9.-10.9.1999)
anders als im pool sind hier die neuesten einträge oben
pool für alle
gestern in der korova milkbar stehen ploetzlich zwei
gutgekleidete schwarze maenner an unserem tisch und singen. fuer
uns. acapella-soul. wie im interview auf einem musiksender, wenn
der moderator die boys fragt, ob sie nicht mal was aus dem latest
album ansummen koennen. die beiden war sehr gut gelaunt und
brauchten wohl einfach jemanden zum ansingen. dann gaben sie sich
fuenf und waren weg.
nun komme ich gerade mit dem HOWYADOIN und SEEYOU und WHATSUP
zurecht, da wohn ich auf einmal in suedamerika. in west harlem
spricht niemand englisch. aber norma, meine landlady versichert,
dass die neighborhood safe ist. wir sind im neuten stock, direkt
am riverside drive und schauen auf den hudson. an den waenden
haengen grossformatige expressionistisch wirkenwollende oelbilder
von schoenen wildmaenigen frauen. thats me,sagt norma, my
boy-friend painted them. norma ist dick, ihr hondurasischer
schopf kurzgeschoren und die brille erinnert an siebziger jahre
fernseher. dieser cubanische pinselschmeichler kriegt wohl nicht
zu knapp kohle von ihr.
die stadt ist jetzt eine andere geworden. vorher hat mich jedes
nichtverstandene wort in meine befremdung zurueckgeworfen. jetzt
bin ich angekommen, bin meine eigene subwaystation geworden und
habe Zugang zu einen kuehlschrank, in dem ich wohl ab und an mal
rollschulaufen werde. das alles macht locker.
in der NYTIMES schreibt jemand einen ganzseitigen artikel ueber
autonavigationssysteme, und in einem extrakasten lesen wir die
abschrift eines sehr lustigen dialoges zwischen fahrer und
sprechender kommunikationseinheit. diese maschinen werden bald
die textproduktion uebernehmen, wir sollten das hier noch
bisschen ausnutzen, bevor pool sich selbst weiterschreibt.
APROPOS: zur diskussion um zensur und identitaet und
oberflaechenaesthetik in diesem raum drei anmerkungen.
1. DIE OBERFLAECHE bleibt niemals nur sie, sondern laesst uns
wahrnehmungen, meinungen und biographien vergleichen, um sich
selbst darunter zu positionieren, bzw. davon abzugrenzen. das
finde ich gut, das netz ist das ideale medium dafuer, das brauch
ich und will ich weiter haben. ob die entraege aus new york
dahlem wohnzimmer wald oder schreibmaschine kommen, gut oder
schlecht geschrieben sind, monologisch oder esoterisch, ist
scheissegal.
2. NATUERLICH sind mir schlaue und gute texte von
ernst,britta,melle, pille und palle lieber als kackwurstreime von
hippi und happi (um hier auch mal jemanden anzupissen: HIPPIE
HOFFMANN: ICH FINDE DICH DOOF!!!).
ABER: am anfang sind alle gleichgut, jede und jeder soll duerfen,
wer rumdeliriert wird sowieso gedisst und wird mit Sicherheit
auch nicht dabeibleiben, denn ohne feedback wir man hier wirklich
traurig. davon abgesehen laesst es doch hoffen, wenn Madame
SOLEILMOON jetzt schon ueber den drogensumpf berichtet (liebe
kuesse von hier aus, dir YVE).
3. DENNOCH: brauchen wir (durchaus auch wunsch-)identitaeten,
damit ein dialog entsteht. wenn wir permanent die Peruecke
wechseln, unter immer neuen namen (siehe ernst, melle, rainer und
co) schreiben, dann wird es konfus, verkommt zum autistischen
haeufchenmachen. DESWEGEN: jeder sucht sich ein haarteil aus, das
gefaellt und dem hiereingewuenschten charakter entspricht und
behaelt den dann auch auf, damit man dann gezielt anscheissen und
streicheln kann. die gefahr, dass alle alle namen benutzen
koennen und leute verunglimpft werden wie seinerzeit beim
pool-hack, kann vernachlaessigt werden. allenfalls koennten
LAGER/NATERS darueber nachdenken, ein login auch in den loop zu
bauen, fuer das jeder name nur einmal vergeben wird, mit dem wir
uns dann passwortgeschuetzt und in vertrauter peruecke
einklinken, und so der namenklau unmoeglich wird.
bisschen viel geworden jetzt. hab auch schon blaue finger von
dieser arktischen aircondition hier.
gleich ein date mit einem echten DE:BUG reporter. ICK LIEBE EUCK
ALLE. und pooloop as well.
suse new york, sushi zum fruehstueck und trotzdem noch headache - 10.09.99 at 21:45:54
Sehr geehrter Herr von Uslar,
sollte sich ihr Wunsch nach temporärbegrenztem Schwachsinn
zukünftig manifestieren, rate ich zu einer schmerzlosen
Kleinhirnamputation.
Hochachtungsvoll, Dr.med.Soleil
Bobby Beausoleil Davos, CH - 10.09.99 at 19:49:42
Sehr geehrter Herr von Uslar,
sollte sich ihr Wunsch nach temporärbegrenztem Schwachsinn
zukünftig manifestieren, rate ich zu einer schmerzlosen
Kleinhirnamputation.
Hochachtungsvoll, Dr.med.Soleil
Bobby Beausoleil Davos, CH - 10.09.99 at 19:49:41
Peter Würzburg, der Song heißt "Killing in the Name
of". Absatz. EIN GLEICHES. Über allen Gipfeln / Ist Ruh, /
In allen Wipfeln / Spürest du / Kaum einen Hauch; / Die
Vögelein schweigen im Walde. / Warte nur, balde / Ruhest du
auch.
Goethe, West-östliche Diva, Made in Germany - 10.09.99 at 17:16:01
Hallo Herr Lager in Berlin,
Sie sind der erste Schriftsteller der derartig darauf besteht,
ohne Publikum zu schreiben und in Ihren Zensurwünschen genauso
infam wie ein gewisser Martin in Hamburg/
Ohne loop wird pool nicht existieren und ich für meinen Teil
möchte nur anmerken:"Ihr habt vom Internet nix
verstanden" und stoße euch ins virtuelle Nirvana zurück.
Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn/Doppelkinn
...jetzt auch in der praktischen 1,5L Flasche...
Nowhereman Nowhereland - 10.09.99 at 16:41:56
Hallo Ingo, es geht mir eigentlich nicht um eine wirkliche
Zensur - mehr um die Formen. Und das Miteinander. Schließlich
ist das kein "wirklicher" Chat - wie auf TV-Today
Playground. Auch nichts gegen Emotionen, aber das Potential an
Beleidgungen, daß im Pool für alle immer wieder zu finden ist,
hat nicht viel mit der Idee zu tun, die diesem Forum zugrunde
liegt.
Martin Hamburg-Duvenstedt, Germany - 10.09.99 at 16:29:21
Schade, daß ichmit dem OSWALD nicht kommunizieren kann. Ich
hätte gerne den Brief an Sven gelesen - und hoffe für Dich,
Sven, daß im Gästepool nur noch die Perlen übrig bleiben
werden. Sagt der geneigte Martin mal eben! Übrigens: Diese
virtuellen Begegnungen, literarischer oder kalauernder Natur, sie
schreiben einen "einsam", man bleibt zurück - ohne den
konkreten Kontakt. Ohne die Sinne über die wir uns und andere
definieren. Vielleicht liegt in diesen Punkt manchmal der Frust,
der auch Dich befällt. Mich auf jeden Fall. Viel Glück. Und
hoffentlich geht es weiter. Es wäre schade, um die schöne Idee.
Martin Hamburg-Dulsberg, Germany - 10.09.99 at 16:22:03
Lieber Ralf Bönt: Daß Anonymität hier, ich bin geneigt auf
den alten Begriff Forum zugreifen, nicht gerne gesehen wird,
konnte ich nicht ahnen. Forum deshalb, weil dort, genau wie in
der griechischen Polis auf der Agora, der Bürscher seinen Namen
und Rang gefälligst zu nennen hat, wenn er eine Anwesenheits-
und Identitätsrecht für sich beanspruchen will. Den Terror der
Öffentlichkeit zu umgehen, dachte ich immer, sei einer der
interessanteren Aspekte des Internets. Aber ich bin nicht
besonders bewandert in dieser Sache. Digitaler Barock, wenn es
wirklich lüstig wäre: Maskenball ( - für diesen blöden
Vergleich darf hemmungslos auf mich eingeprügelt werden). Wenn
ich die Zensurschreie eines Martin aus HH lese, wird mir ganz
anders, habe unmittelbar den Eindruck, daß es die falsche
Forderung an der falschen Stelle ist. Wenn ein geschlossenes
Kommunikationssystem gesucht wird: Schreibt Euch doch
Ketten-eMails. Macht eine verschlüsselte Seite auf. Oder sonst
was. Steht da "für alle"? Oder...
Trotzdem bleibt meine Frage in den Raum gestellt, ob sich nun
jemand ihrer Beantwortung annimmt oder nicht: Was ist heute noch
so interessant an einer Ästhetik der Oberfläche, an
"Alltagsliteratur" (siehe KiWi), wenn die Durchsetzung
verschiedener Lifestyles als Ziel der liberal-bürgerlichen Neuen
Mitte ausmachen kann, eine Integration, die darauf abzielt, auch
noch das letzte Fitzelchen Differenz auszumerzen... Ist das dann
nicht letztlich völlig kraftlos ( - obwohl ich es gerne lese,
ein Aber aber bleibt...)? Pop-ästhetisches L'art pour l'art? Die
Frage ist jetzt wirklich arg über's Knie gebrochen, aber ich bin
dumm und brauche Hilfe.
Vor ca. zwei Jahren hast Du mich einmal um Texte gebeten, leider
war ich in einem universitären Abschlußstreß und konnte
deshalb nichts einsenden. Mein Mitbewohner René (Hamann) hat
letztens auch versucht, Texte an die "Konzepte" zu
schicken. Das Paket wurde mit dem Hinweis "Empfänger
unbekannt" zurückgeschickt. Existiert die Zeitschrift noch?
Ingo Jacobs a.k.a. son of blumfeld u.a. Köln, @t-online.de - 10.09.99 at 15:47:28
1.) Ruf doch mal an
2.) Fasse dich kurz
Telefonzelle Alte BRD, 1987 - 10.09.99 at 15:29:27
Das Beste, was mir heute passieren konnte, ist die Golfbeilage
in der SZ. In einer leicht geschwungenen Landschaft stehen im
Vordergrund zwei Männer mit kurzen Hosen, im Hintergrund sind
die Dächer und Türme einer Burg zu sehen, das Gras ist weich
und die Bildunterschriftt bildet der einfach-klare, feste Satz:
Der Golfclub Karlstein liegt nicht weit von Prag. Das ist so
schön und knapp gesagt, so bescheiden formuliert und steht so
allein unter diesem Bild, daß es mir Kraft und Halt für den Tag
gibt.
Auch die Überschrift "Neben Titanium und Oversize setzt
sich der gute alte Stahl Driver wieder durch" hat helfende
und beruhigende Wirkung. Nicht bloß, weil sich das gute Alte
wieder durchsetzt, sondern auch weil es Namen und Dinge wie
Titanium und Overdrive gibt und diese Golfwelt sich voller
Freundlichkeit vorstellt, wenn sie wie auf diesen acht Seiten
ganz für sich und doch für andere sein darf. DANKBARKEIT.
Reiner - 10.09.99 at 14:58:31
Gerade habe ich einen Brief von Michael gelesen, der mit dem
Satz anfängt: Immer wenn Du nicht da bist, denke ich, Du bist
nicht da. Das ging mir so nah, daß ich mich vor dem Gefühl
verstecken wollte.
Tanzen
Dem Tanzen stellen sich mindestens zwei Bedrohungen: das
Gymnastische und der Dicofox. Lappt der Ausdruckstanz zu deutlich
ins Gymnastische oder riecht das Beinwechseln zu sehr nach
Tanzschule, mag ich nicht gern hinsehen. Dagegen bewundere ich
Menschen, die sich völlig ohne Anbindung an den aktuell hörbare
Rhythmus bewegen. Das sieht unbeholfen aus, wenn um Anschluß
kämpfen, aber stark und unabhängig, wenn sie sich einen Dreck
um diesen DJTerror scheren oder noch besser, wenn sie in dieser
Musik etwas ganz Fremdes zu finden scheinen, zumindes einen
ziemlich neuartigen Takt.
Man kann ja auch nicht alles können (nicht immer und überall
zumindest). Ich persönlich bin am besten bei flotten House
Rhythmen und Crossover, obwohl ich die Musik plus den dahinter
stehenden Menschen meist schäbig finde. Gestern bei der
SommerHits genannten Veranstaltung lief gleich zur Begrüßung
Rage against the Machine (toller Name, klassische SommerHitBand).
Ich weiß nicht, wie das Stück heißt, aber die wesentliche
Mitteilung besteht in der ziemlich oft wiederholten Zeile
"Fuck you, I wont do what you tell me".
Erstaunlicherweise wird darauf im Publikum nicht mit Empörung
reagiert oder mit der lässigen Antwort: "Du machst doch
genau das was ich will, sing weiter, Honig." sondern mit
heftigem Mitbrüllen, als schwebe ein imaginärer Anderer im
Raum, dem man mal kräftig die Meinung sagen müßte. Man fühlt
sich also nicht angesprochen von Musiktexten (da wär auch
laufend was los) sondern singt mit dem Sänger. Auch noch nicht
eforscht. Bei YMCA zeichnen alle auf der Tanzfläche mit den
Händen etwas in die Luft. Gabs da ein Video, das ich verpaßt
habe?
Herr Bönt, warum brauchen Sie Telefonnummern, wenn Sie Texte
lesen. Gibts da einen Zusammenhang?
Peter Würzburg, - 10.09.99 at 12:08:56
wir wussten es schon laenger: ein buero waere die rettung. nun
besitzen wir ja sogar eins, geborgt und geteilt zwar nur, aber
mit internett und telefon und diesen magnetisierten dosen, aus
denen die bureoklammern schlangenweise gezogen werden koennen.
der haken: das buero befindet sich far out, auf der buslinie
zwischen rathaus steglitz und dahlem dorf. eine schwer belebte
gegend: private kant-ganztagsschule, zwo chinesen und die
pharmazeuten-nichtraucher-kantine.
im flur laermen moebelpacker. weil wi roecke tragen, schwitzen
sie uns dreimal ein grinsendes "tach" entgegen. wir
schieben die sonnenbrillen hoch und schleudern ihnen einen
konzentrierte ladung tiefgekuehlter intellektualitaet in die
kleinen schweinsaeuglein. luesterner laesterstoff, unsere
morgengabe heute ans proletariat, fuers pausenbier.
und jetzt machen wir ein buch!
die professorinnen steglitz, grunewald - 10.09.99 at 11:48:25
Sehr geehrter Herr von Uslar, Sie armer Mann!! Sie fühlen
sich nie schlau, wichtig und gut angezogen genug, deshalb müssen
Sie es immer wieder selbst von sich behaupten? Und es ist erst
dann gültig, wenn Sie Ihre eigenen Behauptungen schwarz auf
weiß gedruckt lesen können? Sie können einem wirklich leid
tun, aber ich glaube, Ihnen kann geholfen werden: Kommen Sie zu
uns!! Wir sind ein gesundes, ständig wachsendes Modeimperium mit
über 30 sehr gut angezogenen Mitarbeitern. Sie würden mit den
ganz grossen der Fashionwelt zusammenarbeite. Lassen Sie einen
feuchten Furz auf den schwulen Tofix, - bei uns sind Sie Ihren
Freunden eine ganze Saison voraus. Alles selbstverständlich zum
Einkaufspreis.Gerade jetzt während der Messetage können wir
junge gesunde Männer wie Sie gebrauchen, die auch mal kräftig
zupacken können. Rufen Sie mich unter 089-48 06 010 an, ich bin
sicher, wir werden uns einig!
Franco Bruccoeri, Milan, - 10.09.99 at 11:33:28
Sehr geehrter Herr von Uslar, Sie armer Mann!! Sie fühlen
sich nie schlau, wichtig und gut angezogen genug, deshalb müssen
Sie es immer wieder selbst von sich behaupten? Und es ist erst
dann gültig, wenn Sie Ihre eigenen Behauptungen schwarz auf
weiß gedruckt lesen können? Sie können einem wirklich leid
tun, aber ich glaube, Ihnen kann geholfen werden: Kommen Sie zu
uns!! Wir sind ein gesundes, ständig wachsendes Modeimperium mit
über 30 sehr gut angezogenen Mitarbeitern. Sie würden mit den
ganz grossen der Fashionwelt zusammenarbeite. Lassen Sie einen
feuchten Furz auf den schwulen Tofix, - bei uns sind Sie Ihren
Freunden eine ganze Saison voraus. Alles selbstverständlich zum
Einkaufspreis.Gerade jetzt während der Messetage können wir
junge gesunde Männer wie Sie gebrauchen, die auch mal kräftig
zupacken können. Rufen Sie mich unter 089-48 06 010 an, ich bin
sicher, wir werden uns einig!
Franco Bruccoeri, Milan, - 10.09.99 at 11:33:28
Flusspferdgedanken am Pool :
Was schielt ihr ständig aus Niveau ? Wo ich reinhüpf, steigt´s
sowieso !
Dies für Ralf Bönt :
Wahrscheinlich bin ich (mit-)gemeint. Ich kann meinen Namen gern
verraten, Rainer Hoffmann. Aber alle Welt nennt mich Hippi, finde
ich auch schöner. Im Telefonbuch stehe ich nicht, zu viele
Fananrufe. Aber meine e-mail-Adresse ist nicht ganz so geheim :
07118569068-0098(at)t-online.de. Wäre das ein Kompromiss ? Und
darf ich dann trotzdem als Hippi weiterschreiben ?
Und dies hier für den Herrn Martin aus Hamburg-Pöseldorf :
Jetzt muß ich aber doch mal ganz förmlich werden, so wie der
legendäre Butler -Stock und Hut stehn ihm gut- aus der ebenso
legendären Fernsehquizshow : Was soll das mit dem Kind ? Sehe
ich etwa aus wie ein mumifiziertes Blumenkind aus San Francisco,
Ca. ? Ich bin der Hippi aus Stuttgart, basta. Die Intelligenteren
haben eh längst spitzgekriegt, dass das von Hippopotamus kommt.
Die Intelligenteren, sagte ich. Ist das jetzt trotzdem klar ?
Hochachtungsvoll
Hippi Stuttgart, Deutschland - 10.09.99 at 11:30:49
Sehr geehrter Herr von Uslar, Sie armer Mann!! Sie fühlen
sich nie schlau, wichtig und gut angezogen genug, deshalb müssen
Sie es immer wieder selbest von sich behaupten? Und es ist erst
dann gültig, wenn Sie Ihre eigenen Behauptungen schwarz auf
weiß gedruckt lesen können? Sie können einem wrklich leid tun,
aber ich glaube, Ihnen kann geholfen werden: Kommen Sie zu uns!!
Wir sind ein gesundes, ständig wachsendes Modeimperium mit über
30 sehr gut angezogenen Mitarbeitern. Sie würden mit den ganz
grossen der Fashionwelt zusammenarbeite. Lassen Sie einen
feuchten Furz auf den schwulen Tofix, - bei uns sind Sie Ihren
Freunden eine Ganze Saison voraus. Alles selbstverständlich zum
Einkaufspreis.Gerade jetzt während der Messetage können wir
junge gesunde Männer wie Sie gebrauchen, die auch mal kräftig
zupacken können. Rufen Sie mich unter 089-48 06 010 an, ich bin
sicher, wir werden uns einig!
Franco Bruccoeri, Milan, - 10.09.99 at 11:30:12
Mofix, Fashion Stagefix macht jetzt einen
Spezial-Sonder-Ramsch-Ausverkauf - nur für
Pop-Spießer-Emporkömmlinge!! Wohin möchtest Du deine 8
Einladungen haben??
F. Shagw... Muc, - 10.09.99 at 10:46:57
Heute morgen, auf dem Rückweg vom Kinderladen, ein Traum. Habe
ich gestern im Eckstein ein Magazin in der Hand gehabt? War es
schon ein bißchen zerfleddert, nicht von dieser Woche, und war
da ein Thierse in einer Badewanne drin? Ich habe den Text daneben
angelesen, will mir scheinen, es ging um seinen Bartwuchs, ich
habe schnell weitergeschlagen. Sich nicht für Politik zu
interessieren ist das Eine. Damit zu kokettieren etwas ganz
anderes: Dümmlich.
Sven, ich habe einen sehr ernstgemeinten Vorschlag: Jeder der im
loop nicht mit einem vollen Namen zeichnet, der in der Auskunft
aufrufbar ist, wird wieder gelöscht. Mich kann jeder anrufen,
ja. Diese Halodris aber kacken sich in die Buxe, wenn sie was
reinschreiben. Haben keine Ahnung, was Öffentlichkeit heißt.
Das ist ärgerlich gerade dann, wenn ein Text im loop gut ist.
Ralf Bönt Berlin, - 10.09.99 at 10:35:54
Heute morgen, auf dem Rückweg vom Kinderladen, ein Traum. Habe
ich gestern im Eckstein ein Magazin in der Hand gehabt? War es
schon ein bißchen zerfleddert, nicht von dieser Woche, und war
da ein Thierse in einer Badewanne drin? Ich habe den Text daneben
angelesen, will mir scheinen, es ging um seinen Bartwuchs, ich
habe schnell weitergeschlagen. Sich nicht für Politik zu
interessieren ist das Eine. Damit zu kokettieren etwas ganz
anderes: Dümmlich.
Sven, ich habe einen sehr ernstgemeinten Vorschlag: Jeder der im
loop nicht mit einem vollen Namen zeichnet, der in der Auskunft
aufrufbar ist, wird wieder gelöscht. Mich kann jeder anrufen,
ja. Diese Halodris aber kacken sich in die Buxe, wenn sie was
reinschreiben. Haben keine Ahnung, was Öffentlichkeit heißt.
Das ist ärgerlich gerade dann, wenn ein Text im loop gut ist.
Ralf Bönt Berlin, - 10.09.99 at 10:34:43
kook ist melle und rückfällig. sehn wir uns morgen im
wannsee. meine nacht war so bitter, ich schmecke das erbrochene
noch.
Peter Würzburg, - 10.09.99 at 03:47:47
Fragment
Telefon mit Anne
Es ist halb eins als ich anrufe in der Hoffnung, Anne im Zustand
leichter Ermüdung und Wehmut anzutreffen, daß sie müde
tröstende Worte spricht, aber sie ist noch wie aufgedreht,
nachdem sie sich erst vor kurzem mit ihrem Bruder gestritten hat
Die Wohnung verlassen hatte ich mit der Vorstellung, Heftklammern
zu kaufen. Plötzlich schien es mir unerläßlich die
Loseblattsammlung, die sich zunehmen in meinem Kopf einrichtet,
mit Heftklammern zusammenzufassen und zu ordnen. Als ich das Haus
verließ, grüßte der Vietnamese. Den Weg zum Macpaper hatte ich
kürzer in Erinnerung, ich mußte an zashlreichen Imbißbuden,
Zeitung und Computerläden, Cafe Restaurants, Bistros,
HotDogSpezialitätenhändlern und ähnlichem vorbei, am
Donnerstag nachmittag wie immer eigentlich gut gefüllt (wer ist
das? was sitzen da für Leute an einem Nachmittag im September
beim HotDog und fachsimpeln oder fühlen ich anderweitig wohl?)
Der Macpaper hat nicht nur einen schwer erträglichen Namen,
sondern um einiges schwerer zu ertragende Verkäuferinnen, die
früher alle samt und sonders bei der Stasi oder der Volksarmee
gearbeitet haben. Die Heftklammer waren ausverkauft und ich hatte
das Gefühl, ich müsse mich dafür entschuldigen.
Beim Kamun genannten Imbiß las ich in einem
Veranstaltungsmagazin von der Szeneflucht aus Prenzlauer Berg, in
dem der Autor sich über den mangelnden Widerstand der
Vertriebenen beklagte und wehmütig an die Anti-Yuppie-Front
(AYF) im Kreuzberg der frühen 90er Jahre erinnerte. Dieses
Veranstaltunsmagazin heißt also so, weil es Brimborium
veranstaltet und die Klage irgendeiner Studentin, nennen wir sie
Dörte, es sei alles nicht mehr wie früher, zum Anlaß nimmt
seinen KindergartenKlassenkampf zu lehren. Wer nicht gerade in
Redaktionstuben sitzt, der werfe den ersten Stein.
Am Ende hatte ich zwei Bücher über Stadtentwicklung und ein
angeblich mit Lammfleisch angereichertes Köfte gekauft, keine
Heftklammern und der Kopf war eher noch zerstreuter als zu Beginn
der Reise.
Apropos Amerika:
Heute habe ich den Mathematiker aus Washington das erste Mal
gesehen, der seit ein paar Wochen bei Jost wohnt. Nach Grobis
Angaben hatte der schon in Amerika ein eher distanziertes
Verhältnis zu Körperhygiene und hat sich schon Wochen vorher
auf Europa gefreut, weil er aufgrund von Frauen mit behaarten
Achseln Deutschland für so einen Art Hottentottenauberg gehalten
hat, also eine Mischung aus Philosophie und Dschungel, zumindest
nicht besonders geflegt. Im amerikanischen Hustler gibt es in den
Kleinanzeigen eine Dirty Dörte, die in Krachledern und stark
behaart um Kunden wirbt. Der Mathematiker also mit Namen Jeff
hatte sich schon Tage vor dem Abflug nicht gewaschen, vermutlich
in der Sorge mit Seifengeruch die Einreise verweigert zu bekommen
und er fühlte sich bestätigt, als er von Jost freundlich am
Flughafen begrüßt wurde. Seit zwei Wochen ist er jetzt hier, er
schläft in Schuhen und selbst nach einer vertanzten Nacht mit
Drogenkonsum und erhöhtem Adrenalinspiegel hat er nicht
geduscht. Jost hat jetzt Sorge, daß sein Besuch abfärbt, die
Mädchen kommen nicht mehr regelmäßig und setzen sich nicht auf
das Sofa, auf dem der Jeff geschlafen hat. (dieser Geschichte
fehlt die Pointe)
Apropos Umlaute:
Wenn DJs Dörte Jörg oder Bönt heißen, geht man nur noch
ungern zu den Veranstaltungen die dann meistens IndieTonne oder
anders amüsant heißen. Seine Laden EIMER zu nennen, hat dagegen
schon wieder was, wie überhaupt Punkrock der ersten Stunde
große Kraft gibt: Schreib einen Satz. Schreib noch einen Satz.
Schreib einen dritten Satz. Jetzt schreib ein Buch.
Apropos Jost:
Der ist so locker, wie ich nie sein werde. Als Hip Hop Hose nenne
ich mich MC Pimmel und singe über Stubenhocker, Nullbocker,
Niemals Locker, Slowfoxrocker, also immer über mich.
DIE LÖSUNG (habe ich gerade im Radio gehört): "Die meisten
Probleme sind nur vom Kopf aus." Ich bin so erleichtert.
Vorschläge zur Pool Relounge
Anmerkungen dürfen sich nicht auf Personen beziehen, sondern
immer nur auf TEXT. Wo funktioniert ein Witz, wann wirds fad,
welche Wörter klingen wie?
Vor Gesprächen mit Lehrkörpern oder Fremden habe ich solche
Angst, daß ich schon bei einem halbwegs reibungslosen Ablauf
anschließemd ganz beschwingt durch die Straßen gehe. Da ist die
Angst dann doch zu etwas gut. (Probleme sind nicht zum lösen,
sondern zum genießen.)
Anruf von Tessa: wir haben seit Monaten nicht mehr miteinander
geredet, und sie hatte keinen besonderen Grund, mich anzurufen.
Aus dieser Anfangslosigkeit entwickelte sich ein beschwingtes
Gespräch. Wir machten uns gegenseitig Komplimente, wie schön
wir wären und versprachen uns, uns irgendwann zu sehen. Ihr
Lebenspartner saß währenddessen vorm Fernseher im Kaminzimmer,
wie sie sagte, in diesem Haus in diesem Dorf, in dem ich sie noch
nie besucht habe. Auch deshalb kann ich gar nicht glauben, daß
es ernst gemeint ist, dieses Leben von ihr. Muß es aber wohl,
sie redet schon seit Jahren davon.
Erst als sie sagte, zum Besuch sollte ich besser an einem
Nachmittag kommen statt über Nacht zu bleiben, fällt mir auf,
daß ich dort nicht mehr erwartet werde wie der Junge auf dem
weißen Pferd. Ich bin einfach ein alter Freund, den man anrufen
kann, wenn man sich nach entspannter Unterhaltung sehnt. Danach
flachte die Unterhaltung ab.
Rainer Werker West Germany - 10.09.99 at 00:13:50
JÄGERMEISTER habe ich bei der Reise mit Dieter Radstaak,
einem Unternehmer aus Hilden kennengelernt. Ich stand mit
ausgestrecktem Daumen hoch am Rasthof Gütersloh, da fuhr ein
Mercedes 709CLXD sport (jedenfals ziemlich schick) vor, Dieter
stieg aus und sagte mir, ich solle fahren. Naja, fahr ich halt,
obwohl ich bisher eher Kleinwagen gefahren bin, in denen man so
bescheuert gequetscht aussieht und für die es sich nicht gelohnt
hat, in Amerika Führerschein zu machen. Während des etwas
ruckeligen Anfahrens erzählte mir Dieter von seiner Operation am
Tag zuvor und den Schmerzen, er trinke die ganze Zeit schon
Jägermeister, um den Schmerz zu lindern, er sei schon ziemlich
dicht, ob ich auch was wolle. Naja, trinke ich halt
Jägermeister, obwohl ich bishe eher Blue Curacao und den Quatsch
getrunken habe, den es auf Schülerfeiern so gibt und seitdem
habe ich dieses Dieter Gefühl, wenn ich Jägermeister trinke wie
jetzt. Dieter hatte seinen Sohn vor einigen Jahren verloren und
als ich ihm von meinem Studium der Philosophie erzählte, meinte
er, wenn ich irgendwann einmal Probleme hätte, solle ich mich
bei ihm melden. Seitdem schmeckt Jägermeister so angenehm nach
Geborgenheit, daß ich kaum genug davon kriegen kann. Vielleicht
ist das schon das Problem und ich sollte Dieter anrufen..
Peter Würzburg, - 10.09.99 at 00:11:28
Durch diese ständigen Berichte im Pool über Kava-Kava bin
ich mittlerweile wieder ganz heiss drauf geworden. Ich habe es
bisher immer nur als Wurzel gekaut, -möglichst lange durchgekaut
wegen dem Speichelenzym, und dann, -wenn die Zähne und
Mundhöhle angenehm betäubt waren, den Wurzelrest ausgespuckt
und die mit Kava-Kava angereicherte Spucke runtergeschluckt. Nach
ca. 5 Wurzelstücken kam ein sehr angenehmer, euphorischer
Zustand und zugleich ein schönes körperliches
Betäubungsgefühl, so eine leichte Schwere. Hmmmmhh... ! Wenn
nur dieser doch sehr bittere Geschmack nicht wäre.. Ich habe
mich zusammen mit Max gefragt, wie man es noch besser machen
könnte. Wie ist denn die Prozedur im Ursprungsland? Kauen da in
Fabriken irgendwelche Fabrikarbeiterinnen in blauen
Fabrikarbeiteruniformen Wurzeln am Fliessband und spucken dann
alles zusammen in einen grossen Bottich, dessen Inhalt dann
abgefüllt in Flaschen in den Supermarkt wandert? Oder gibt es da
wirklich sinnvolle Alternativen? Ganze Schalen zu trinken wäre
nicht schlecht,-aber mit Spucke? Vielleicht kann mir dazu jemand
aus dem Pool eine adäquate Antwort geben?!
Lieben Gruss,
Yve
Yve Soleilmoon , Köln, Land - 10.09.99 at 00:11:07
Ort: winzige Galerie Gippsstraße
Handelnde Personen: Klaus Staeck (S.), Walter Momper (M.),
Galerist (G.), "Chor" der ca 20 Besucher
Thema: Modernisten und Traditionalisten
S (gelbgrünes Sakko, Anzughose,
"VORSICHT-KUNST"-Button, schwarze Reebok-Turnschuhe):
"Vermischt Kunst nicht mit Politik!
Satire ist was, das sich mit den Starken anlegt und durch 6
Instanzen gegen RHEINMETALL gewinnt! Journalisten sind heute
meine Gegener und fragen mich in Talkshows, zu denen ich immer
seltener geladen werde, ' Herr Staek, ist das was sie machen
nicht OUT?' ! 68...! Strauß...! Thyssen...! CDU-Wahlkampf...!
G(monolitisch, moderatorisch, monologisch): M rief gerade an,
steckt im Stau und kommt in 15 Minute. sagt, die Leute vom
LKA wären doch wohl schon da. (draussen vor der tür drücken
sich zwei sonnenbebrillte "bild Dir Deinen
Körper"-Typen bewußt
unauffällig an der gegenüberliegenden Häuserwand herum. G
nimmt ein Foto von der
Wand - es zeigt S zusammen mit Joseph Beuys auf dem Boden einer
Werkstatt knieend zwischen einem ansehnlichen Berg von Zeitungen,
Papier, Notizen,.. -) sag mal
S, was verband dich mit Beuys?
S: Er war meine Leitfigur für Kust, sowie Brandt meine Leitfigur
für Politik und Böll für Literatur. ...(Es folgen wieder
druckreife
Sätze, von denen man nicht genau weiß, ob sie vielleicht schon
gedruckt sind) Sozialdemokratie ist das anthropologischste, was
man den Menschen anbieten kann! Gleichaltrige (65) fragen mich
oft, 'Und du bist IMMERNOCH aktiv?! Das nervt!
-plötzlich Unruhe bei den "Unauffälligen" draussen.
Zwei Limos fahren vor. Aus der ersten klettern vier geklonte
"Unauffällige", aus
der hinteren dann M mit Gattin. M. kommtv rein, grüßt
freundlich, einige der Gäste sind offenbar Freunde, setzt sich
neben S. und
mustert das Publikum. Langsam wird ihm klar, daß das hier kein
Wahlkampfauftritt werden muß und er nimmt eine Sitzposition ein,
die man nur unter äußerster Zurückhaltung mit relaxed
bezeichnen kann. Es wird ein bischen geplaudert über die alten
Zeiten. dann kramt G. Zeitungen hervor (Bullevard) und
konfrontiert M. mit Schmuddelüberschriften. Der Rest ist
Wahlkampf!
Draussen der Abschnittspolizist: "Ich bin auch 68er. Ich
stand schon damals auf dem Breitscheidplatz - in Uniform!
das K (für dich Suse immernoch DER ÜBERFÜHRER) B., D. - 09.09.99 at 21:25:47
Ich kenne kein Leben mehr, nur noch die Arbeit, die zum Brot
ins Haus bringen und die andere, gute, sakrisankte Arbeit. Alles
andere ist Quatsch. Der Rest Müdigkeit.
Wozu noch der ganze alte grottenalte Oberflächen-Götzendienst.
Gerede, Gerede. Kann mir jemand mal vernünftig erklären, was
wen heute an einer der Ästhetik der Oberfläche interessiert?
Ich brauche dringend Antwort. Vielleicht bin ich falsch und dumm.
Vielleicht sogar sehr. Was interessiert mich NY. Habe ich einen
zu sehr ins Innere gebogenen Blick? Heute hat mich eine
Mittvierzigerin am Ausgang einer U-Bahn-Haltestelle eindringlich
angeschaut, sie sah traurig und müde aus, wirklich sehr müde,
diese Müdigkeit, die sich einstellt, wenn man den Eindruck
bekommt, der ganze Kampf nutzt eh nichts. Gleichzeitig hatte ich
den Eindruck, sie unterstellt mir ein obszönes Genießen. Dieses
Gefühl habe wiederum ich genossen. Ich kam mir blöd vor. Aber
diesen Blick, dieses Gesicht, ein weiteres, kann ich nicht wieder
vergessen. Es schien so viel zu bedeuten.
son of blumfeld cologne, schmausenhausen - 09.09.99 at 19:30:43
Mann Suse, das war das World Trade Center und nicht das Empire
State Building. Aber die Aussicht ist auch nicht viel anders.
Hippi Stuttgart, Germany - 09.09.99 at 18:35:05
YO EUGEN und GABY: Gestern abend sag ich so zu Roland: Die
eine Szene in deinem letzten UFO-Film, wo der scharze HipHop-Typ
dem Alien in die Schnauze haut, das fand ich echt total cool. Wir
sind dann noch mit Wim oben auf dem Empire State Building essen
gewesen, und zwar in dem linken Turm, den die damals
kaputtsprengen wollten.
Vorher war ich allerdings sehr betruebt, weil diese Insel so voll
ist, und niemand ein Zimmer fuer mich hat, das unter 1200$
kostet, und das Handtuch vor der Dusche bei Tini ueberhaupt nicht
mehr trocken wird vor lauter Gastduscherinnen. Doch dann hoerte
ich eine Horde Omas im Park am Unionsquare ganz schrecklich
schlecht Traditionals singen. Entscheidend dabei: ich war nicht
mehr allein und so gluecklich, mit Tinchen und Emma saufen gehen
koennen wie jeden Abend. Zudem hat der Typ am Fender Rhodes in
der Knitting Factory so geil sein Maul verzogen und dazu
spastisch gezuckt, wie um die Toene mit dem Koerper vorzuformen,
dass alles doch gut wurde. Der Whisky warm und Emmas Fuesse
blutig und die schwarze BassmannGlatze schweisspoliert. Evgeni,
der Taxifahrer, rast uns spaeter wie die Sau nach Hause. Wohlig
benebelt von den Feuerwehrsirenen in den Schlaf gescratched.
Und heute morgen das Allerbeste: Mrs. Lithgan ruft endlich
zurueck, wir stottern uns an, Yes I have room free, you can come.
Das werde ich, Lithy, und zwar jetzt sofort. And Guess where!
Harlem. Westside. Hispanic quarters. Nachher kauf ich mir noch
Basketball und Ukulele, assimilation now. Hoffentlich klappt das.
Wuenscht mir alles Gute.
YOURS
susE, new york, F-TRAIN - 09.09.99 at 18:04:53
Hallo Elke Naters !
Ich habe gerade mal im Pool - Archiv geblättert und dabei den
bisher besten Satz gefunden : Free drinks for ladies ! Mein
Favorit : Schlehenbrand von einer streng geheimen Brennerei in
Hagnau am Bodensee ! By the way - trügt eigentlich mein
Eindruck, dass die Stamm-Mitglieder im Pool früher irgendwie
kreativer waren, heute etwas ausgebrannt wirken und sich
(vielleicht) wieder mehr ihrer eigentlichen Arbeit widmen ?
Tatjana d`Harlange Luxembourg, Grande-Duchesse de L. - 09.09.99 at 17:49:57
Kind, danke für Deine spontane und intelligente Antwort!!!
Martin Hamburg-Borstel, Germany - 09.09.99 at 17:16:07
Hallo, Martin Macdonald, äh, Hamburger ! Das war jetzt aber
mal ein richtig starker Auftritt ! Spielst du eigentlich gern mal
den starken Mann ? Kommt bestimmt gut an bei den Mädels, hihi !
So was aber auch !
Hippi Stuttgart, Deutschland - 09.09.99 at 16:32:27
Die Einträge sind Grotte. Und für Hippi: "Seit 20
Jahren sind uns neue Autoren willkommen! Vertrauen Sie Ihr
Manuskript einem marktführenden Verlag an. Das Beste ist gerade
genug für Sie! R.G. Fischer Verlag. Orberstr. 30, 60386
Frankfurt, Teel. 069/ 941 942 0." Mit einem Eigenanteil von
DM 12.000 kannst Du dann Deine Geschichten und Gedichte endlich
veröffentlichen lassen, und die Finger auf der Tastaur vom Pool
lassen. Und nimm diese Nick-Names aus diesem abgründigen Chat
gleich mit. Vielleicht hast Du die eine andere Seite in deinem
neuen Buch im R.G.Fischer Verlag frei, sprich für die anderen
Beiträge aus dem POOL FÜR ALLE. Sven L. und Elke N., ich
fordere auf der Stelle ein Lektorat - sonst werden Euch nicht nur
die geneigten Leser sondern auch die Schreibenden weglaufen.
(Korrektur)
Martin Hamburg-Billwerder, Germany - 09.09.99 at 15:49:54
Die Einträge sind Grotte. Und für Hippi: "Seit 20
Jahren sind uns neue Autoren willkommen! Vertrauen Sie Ihr
Manuskript einem marktführenden Verlag an. Das Beste ist gerade
genug für Sie! R.G. Fischer Verlag. Orberstr. 30, 60386
Frankfurt, Teel. 069/ 941 942 0." Mit einem Eigenanteil von
DM 12.000 kannst Du dann Deine Geschichten und Gedichte endlich
veröffentlichen lassen, und die Finger auf der Tastaur vom Pool
lassen. Und nimm diese Nick-Names aus diesem abgründigen Chat
gleich mit. Vielleicht hast Du die eine andere Seite in deinem
neuen Buch im R.G.Fischer Verlag frei, sprich die anderen
Beiträge aus dem POOL FÜR ALLE. Sven L. und Elke N., ich
fordere auf der Stelle ein Lektorat - sondern werden Euch nicht
nur die geneigten Leser sondern auch die Schreibenden weglaufen.
Martin Hamburg-Billwerder, Germany - 09.09.99 at 15:48:09
Hallo Suse,
Ich bin kein Word Prozessor und skanne Bilder.
Gruss,
Yve
Yve Soleilmoon ,Köln, Deutschland - 09.09.99 at 15:41:42
Bei mir vorn am Balkon staksen vier Stare.
Ein Großer, längst nicht mehr im Glitzerkleid
(wir kommen langsam alle in die Jahre),
und drei schon groß, und doch noch ziemlich klein :
Der wirklich große stopft Rosinen in sie rein
(wer die hier ausstreut, kann nicht richtig ticken!).
Eins von den grauen ist wohl bald so weit :
Grad` hat es schon versucht, allein zu picken !
Hippi Benztown, Germany - 09.09.99 at 12:16:36
Und »fällt« schreibt man mit einem »t«. Überhaupt nix
für ungut.
Girlfriend in a coma Berlin, Deuscthalnd - 09.09.99 at 11:25:15
Oha, hätte der Schweizer gesagt, GIRLFRIEND IN A COMA, danke
für den Zuspruch, aber heute fälltt mir partout nix ein außer
solchem Schrott : Solang ich meine Kleine kitzel`, denk ich fast
nie an Schweineschnitzel ! Na dann eben nicht. Übrigens, ich
schreibe mich Hippi ohne E am Ende, nix für ungut !
Hippi Stuttgart, Schwaben - 09.09.99 at 09:31:37
Liebe Suse,
Gaby Holzkr. aus Bayern tut Dir unrecht, wenn Sie darueber
schimpft, wie sehr Du New York internalisiert hast. Denn Deutsche
in New York sind fuer mich die bewundernswertesten Menschen auf
diesem Planeten. Nach drei Wochen New York koennen sie fast kein
Deutsch mehr sprechen, sondern sagen "Oh, ich weiss nicht,
ich habe den Deutsche Sprak einfak verloren", und es gibt
dann so eine Roland-Emmerich=Hybridsprache, oder sie sprechen so
wie Wim Wenders, uebrigens mit sicherheit der groesste Regisseur
aller Zeiten, zu Zeiten seines ausgezeichneten Filmes
"Hammet"
Die Subspezies Deutsche in New York gehen gerne, und deswegen,
fuer Dich liebe Suse, auch noch ein paar Tips:
1.) Ins Indochine (Roland Emmerich isst dort, wenn er "in
town" ist)
2.) Ins Lucky Cheng's (Es ist dort wirklich crazy, chinesische
Tranvestiten als Kellner, Tanzflaeche im Keller, Wim Wenders isst
dort, wenn er "in town" ist.
3.) Das Gramercy Park Hotel (bisschen kaputt, bisschen
"grunge", nicht so teuer wie das "mercer", in
der Lobby trifft Roland Emmerich ab und zu Wim Wenders und die
beiden sprechen dann mitMarkus Kierzstan, Art Director von
Details, und fuehren "discussions, aber really informal,
weisst du")
Und, Rebecca Casati, wenn Sie immer noch diesen
Hundewaisenhaustraum haben, sollten Sie die Brandloecher in den
Habitat-Teppichen einfach grosszuegig ignorieren. Ich weiss, das
koennen Sie.
Eugen Hamburg, Deutschland - 09.09.99 at 07:21:35
SUSE,YVE: ErstesLicht+Schwester ist wirklich nahe dran an
sailor moon.
l.barnes bielefeld, - 09.09.99 at 00:52:23
Jeans 48 bucks bei gap, wenn man das will. suse sagt, keine
moderne frau sollte mehr jeans kaufen, sie selbst versagt sie
sich nicht, wartet aber wohl bis zum ende der reise. 48 uebrigens
nur bis gestern, denn heute ist wieder alles normal, rudys tax
free week ist vorbei. zweimal jaehrlich, wer weiss wie lange
noch, denn rudy will ja senator werden, und hillary das leben
schwer machen. die hat jetzt mit bill 1,4 millionen fuer ein
bescheidenes heim im staate ny ausgegeben, denn wer hier
senatorin werden will, muss auch hier wohnen. das macht sinn.
suse rennt also irgendwo in ny herum, wird mich bald unten am
square erwarten, mich moeglicherweise doch zum blair witch
project ueberreden, obwohl ich schon die sesamstrassenfolge mit
ernie als friseur und bert bei den monstern und keksesagend statt
ernie anmeckernd so unertraeglich gruselig fand. ganz zu
schweigen vom frosch mit der maske, obwohl klaus kinski da gar
nicht mitspielte. was wurde eigentlich aus dem herzog-film?
geniesst uebrigens die deutsche medienlandschaft, hier ist selbst
die tante times enttaeuschend. sie mag gesine cresspahl in den
endsechzigern gute dienste geleistet haben, jetzt aber hat sie
doch eher einen provinziellen touch. weswegen suse also auf
deutsche redakteure zurueckgreift.
auch andere institutionen broeckeln. freitags abends cbgb, im
keller, sagt der freundliche dj von der sushibar. dort also kann
man zu seinen toenen tanzen. nix punk relikt. so ist das hier,
alles schwimmt.
suse wird sich wundern, diese zeilen zu lesen. ich schreibe wohl
auch nur aus gewohnheit. 29 mails in wenigen tagen bekam sie
vorher von mir, jetzt reden wir englisch miteinander, auch wenn
gar kein anderer dabei ist. irgendwie war's schriftlich auch
schoen. hab dank, liebe suse - auch wenn du dir nichts von dem
gemerkt hast, was ich dir schrieb - und bis gleich.
gruesse auch an ernstl.
Tini auch NY, arbeitslos und auf suse wartend, - 08.09.99 at 22:13:36
Hey Suse, ein paar ganz heisse Tips für New York:
Besuch unbedingt:
-das Empire State Building
-das Riverside Cafe
Klingt schon mal geil? Es wird noch geiler:
-klettere auf die Freiheitsstatue
-geh mal rollerbladen im Central Park
-unbedingt: ein Musical am »Broadway« (frag Dich einfach durch)
-und eine Bootsfahrt auf dem »Hudson«
Wie - noch nicht genug? Ach - N.Y ist doch echt die tollste,
aufregendste, e.n.d.g.e.i.l.s.t.e Stadt der Welt! Dagibt's noch
soooooooooo viel zu entdecken! Eins interessanter als das andere!
Berichte uns einfach immer weiter. Wir können nicht genug
kriegen. Und grüß schön! ( Sind die Jeans dort wirklich so
billig?)
See you there, bye bye
Gaby Holzkr., Bayern - 08.09.99 at 21:42:55
was mir noch auf- und einfiel:
YVE SOLEILMOON: das ist ganz erstaunlich, was du schreibst. ich
kann das nicht glauben. stuehle, die alter und jugend heissen.
was machst du beruflich? ist das alles ein trick? willst du die
ganzen schlauen schreiber hier fertigmachen? bist du ein
automatischer word processor, maedchentagebuch-modus? das soll
nicht boese klingen. ich wundere mich nur sehr. ich bin suse und
in dieser unechten stadt, da hab ich so muehe dir zu glauben.
aber belehr mich nur, und die anderen.
suse, ny, unbegrenzt alles hier - 08.09.99 at 20:24:27
my dear ERNst.
wir muffen doch alle, ich insbesondere bei 29 grad und 400 %
humidity in the grossstadtair. eben hab ich mich mit nico
verabredet, der fuer debug seine commuterworld seite schreibt,
ich schlug eine bar in der lower eastside vor, in der wir gestern
sushi mit whiskey hatten, dazu tortoise und co von den
turntables, und er sagt, das sei zufaellig seine lieblingsbar. so
kline is this city, you see.
ich habe immer noch kein zimmer, das ist wirklich schwierig,
nicht schwierig aber sauteuer. eben zeigt mir ein mexikaner ein
voellig leeres zimmer mit blick auf central park und sagt, bis
heut abend ist da kueche tvset, aircon, bed und schraenk drinne,
fuer nur 300 backs, aber die woche, I WAS LIKE: ssaenk you,
schuess.
schreib ruhig wieder loop, das entspannt und erfreut. mich
zumindest. ich weiss nicht, wo mein flow liegen soll bei diesen
eintraegen. ich denke zuviel an die rezipienten, ich muffe from
the inside. nach bemuehung. du muffst authentisch nach
berlin-mitte, versottet. das ist literatur.
in diese bar kam gestern ein paar. er wollmuetze,
fliegenaugensonnenbrille, designer sandalen und anzug, sie
highheels, nuttenrot, brueste weiss und gut einsehbar, von ihm
des oefteren veranschaulichend geknetet, dazu sushi bestellt fuer
mind. 200$ und die ganze zeit muetze und sonnenbrille auf im
schummerlicht. da dachte ich, ich bin in new york.
suse
ps: ich pack jetzt einfach diese mail in den loop und denk dabei
an dich, dann waere das rezipientenproblem geloest. vorerst.
suse, new york, slightly unsatisfied - 08.09.99 at 20:13:45
Hey Hippie!
Lass Dich gehen, kotz es raus. SING YOUR LIFE. Wir hören alle
ganz gebannt zu, Du.
girlfriend in a coma berlin, deutschland - 08.09.99 at 19:57:24
Das hier läuft noch unter Hannover :
Oder bleib dort oben. Fisch im Wasser, Mensch in der Masse, Wolke
im Himmel. Das Kino, das ich meine, liegt übrigens in der von
außen patinagrünen Kuppel eines in den späten Zwanzigern
errichteten maurischen Hochhauses, und wenn die Vorstellung aus
ist, lehnt im altmodischen Fahrstuhl ein
Stammtisch-reserviert-Schild aus Messing, in den Fahrstuhl aber
tritt ganz allein der alte Filmvorführer, im blauen Anton mit
Rangabzeichen oder ohne, und murmelt undeutlich Unbedeutendes,
während er abwärts gleitet, so dass die Leute auf der Nottreppe
sich ratlos bemühen, mit ihm Schritt zu halten oder wenigstens
Einiges davon aufzuschnappen, er aber ist schon unten angekommen,
wo er ohne weitere Verzögerung seinen Platz hinter dem Schalter
einnimmt.
Andere waren natürlich noch schneller. Er aber eröffnet die
Kasse für die nächste Vorstellung und verkauft Parkett- und
Logenplätze für bare Münze, verweist auch Unentschlossene auf
die nachgedruckten Zeitungskritiken in den Schaukästen : Bei uns
ist immer etwas los, wenn auch nicht allgemein bekannt ist was !
Hippi eigentlich Stuttgart, Deutschland - 08.09.99 at 16:47:03
Ach, Frau Spionin, man sollte Ihnen nicht trauen -
schliesslich haben Sie ja auch einen Faible fuer rechtsdrehende
Achat-Schnecken im Aufguss
Hengel - 08.09.99 at 16:11:35
Spring, spring ab, lass dich fallen, lass dich nicht halten,
stürz hinab, fall für Sekunden, fall für Stunden, tauch ein in
locker ziselierte Wolken, such keinen Halt in weich-weißem
Wolkenschaum, lass dich nicht hinhalten, täuschen, trügen, lass
dich zu nichts verlocken, mach dich klein wie ein Stein, such
keinen Boden unter den Füßen, schließ die Augen, dies ist dein
Versuchsfeld, dies ist deine Prüfung, lass dich nicht versuchen,
fall durc h,klein wie ein Stein, fall durch die Wolken,
Blödsinn, du fällst schon nicht aus allen Wolken, du kannst
doch die Leine ziehen, zieh die Reißleine, jetzt, du wirst in
Ohnmacht fallen, aber leicht schweben und leise, ohne es zu
wissen, wenn nicht ein Wind dich packt, schweben wirst du, wenn
du aufwachst, aber reiß die Leine, ehe es zu spät ist, noch
einmal, schnell, willst du am Boden zerschellen, jetzt zieh die
Reißleine, zieh schon !
Hippi heute Hannover, Deutschland - 08.09.99 at 15:35:23
Ach ja, das Älterwerden. Erstmalig habe ich das Gefühl, ich
bin kein Mädchen mehr! Das ist schockierend und seltsam
(interessant?) zugleich. Ich beobachte mich dabei, wie ich
irgendwie noch zwischen zwei Stühlen hängend, mehr und mehr
dazu tendiere, mich auf einem dieser Stühle niederzulassen (mein
Körper scheint da ein etwas merkwürdiges Eigenleben entwickelt
zu haben..). Dieser Stuhl heisst "Alter". Der andere
"Jugend". "Alter" also heisst: Behäbigkeit,
Abgeklärtheit, realistisch sein, ständiges müde sein, heisst
ein Plausch mit den Nachbarn über die Wachstumsphasen eines
Radieschens, heisst die Wohnung mit Platzdeckchen und
Trockenblumen zu dekorieren, und öfter mal Langeweile, Eins Live
zu hören, Musik hören aus rein "wissenschaftlichem"
Interesse, eine Zusatzrentenversicherung abschliessen, usw.,
usw... "Jugend"!. Jugend heisst, Träume haben; von
einer besseren Welt, einem besseren Leben, sich selbst toll
finden, oder am Sinn des Lebens zweifeln, heisst krank sein vor
Liebe, euphorisch sein vor Liebe, immer in Bewegung sein, jeden
Tag eine neue Lebensperspektive, "den ganzen Tag über'm
Spiegel hängen", alles erfahren wollen, alles mal
ausprobieren, "richtige"Parties, Spass und Exzess bis
zum Umfallen und niemals (niemals!) Langeweile. Kurzgefasst: das
eine ist das genaue Gegenteil des anderen.
Eines meiner schönsten Erlebnisse war übrigens die
mehrstündige(!) Annäherung meines Mundes an die Lippen meines
geliebten Mannes, die in einem fulminanten Intermezzo unserer
beiden sich wild umeinanderschlängelnden Zungenspitzen lustvoll
kulminierte. Das war vor ca. 4 Jahren.
Yve Soleilmoon Cologne, Land - 08.09.99 at 15:16:56
Verehrte Fürstin Casati,
so oder so, wie's gegangen ist, zeigt sich daran, wie's
zurückkommt.
BabyLon - 08.09.99 at 15:06:28
Hengel. In meinem Auto sind sehr positive Energien. Und ich
liebe Modergeruch. Sie haben leider wie immer keine Ahnung, wovon
Sie sprechen
F.Shagwell, Muc, - 08.09.99 at 13:58:08
Das Votum sollte auf jeden Fall für die Bratwurstschnecke
ausfallen, die man am Nachmittag stilgerecht noch mit der
Nußschnecke oder der Mohnschnecke kombinieren kann. Aber
vorsicht: Wichtig ist die Dreh-Richtung der Schnecken. Nach
rechts zwirbelnd ist negativ (das ist ja auch der offizielle Spin
der Todesspirale, wie man weiß), nach links gedreht ist sehr,
sehr positiv: nach Feng-Shui kann eine nach links drehende
Bratwurstschnecke im Handschuhfach eines Autos für positive
Energien sorgen und leichten Moder-Geruch überdecken.
Wenn die Bratwurstschnecke auf Deinem Teller liegt, kannst Du sie
auch einfach umdrehen - ganz nach Geschmack Engelchen oder
Teufelchen. Das ist Erlebnisgastronomie.
Hengel München, Deutschland - 08.09.99 at 13:02:27
Kann mich nicht entscheiden : Bratwurstschnecke mit Sauerkraut
und Püree oder St Petersfisch auf Spinatstrudel? Katja Riemann
würde den Fisch nehmen....
F. Shagwell Muc, - 08.09.99 at 12:18:58