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loop #494

summer of loop

 

In de neen ZEIT is eene Rezension von Ijoma Mangold öber dat nee Book von Thomas Melle. Un ganz vörne im Feuilleton läs ik dree Sîdn Interview mit Ian McEwan und Julian Barnes. (För Beides brug ik fast twe Stünne? Kaum to glöbn!) Dänn läg ik mi up't Bedde un läs vidder in 'Die Welt im Rücken': de läßtn föftigc Sîdn nu noch. Ik glöbe, Iris Radisch ha' as irste öber dat Book schräbn (dat wör noch gor nich rutkôm?)
Un nu is endlich bold de Pause dor: ik bin ôber uk ziemlich am Enne! Häb keene Energie mehr, mog bloß noch dat Nödigcste.
Un nu kann ik mi wedder besinn' un häb Tîd. Kann wedder kreativ wän un môl wat von de Welt seen, speziern gôhn un Fohrrad föhrn.

 
GŁTeE - ein plattes blatt papier - 30. September 2016 18:39 Uhr
 

Hier läst un schrift sowieso kaum noch eener - von jo môl affseen - also kann ik jo uk up plattdütsch schrîbn!;)
V'licht môg ik dat: mol seen, wer mi vestaid;)
HMHB: häs' Du al 'ne Kordn för dat 'Yellow Shark'-Konzert? Ik bün am Öberlägn: v'licht föhr ik dor uk hen! In Berlin bin ik al länger nich wän.
Dat Stück häb ik übrigens vewässlt mid dat Ornette Coleman-Streichquartett: dat ha' mi nich so tosächt. Mîne Lieblingspladdn von OC is 'The Shape of Jazz to Come': de häb ik so üm 1985 väl hört (un Ravel, Stravinsky, Mingus: AH UM un uk Varèse, György Ligeti).
So, wat gift et Nees? Gift et wad Nees?
Wat gift et to vetäln? Häb ik wat to vetäln?
Weet uk nich so richtigc, ik krîgc dat jo nich up de Reege! Mi falt jo nix in. Ik beläv jo uk nix, kann nich reisn, weil ik keen Geld häb usw.
Ôber im Kopp kans' de reisn: môl Di wad ut, stäl Di wat vör, erfin' us 'ne Geschichte, de spannend to läsn is!
Tjo, wenn dat so eenfach wör!
Un wenn'e se dänn schräbn häs, wäl dat keener velägn un keener läsn?
Naja, ik bin jo keen Schriftsteller, ik häb dat jo nich nödigc. Ik schrîf bloß, weil mi dat Spôß môkt; Geld vedeen mud ik nich dormid.
Ik kann jümme bloß vetäln, wat pessiert is un wad ik belävt häb. Un dat is dänn jümme recht privôt: dat kann' wohrschînlich ers in föftigc Johr veöffentlichn. Un ob sik dänn noch eener dorför interessiert? V'licht kômt de Sôgn dänn in't Dôgebookarchiv: dat is good mögclich (wenn ik dänn noch 'de Kurve krîgc).
Up Sîde 184 bin ik nun mid Th. Melle's 'Die Welt im Rücken' (De Welt im Pukl). Un den neen Romôn von Ch. Kracht häb ik mi uk köfft. De häd mi ôber keen Glück brocht! Dat wör nämlich so:
Ik seed im metronom un läste de erstn Sîdn. De Fohrkordn wüttn kontrolliert: eene öllere Fro mök dat. Ik wîste mîn Schîn vör. Mh, dat wör angäblich bloß 'ne 'Zahlungsbetätigung', un zwor de von mîn 'Vörgänger'. Ik ha' wirklich betôlt, ôber dat glövte se mi nich. Zässtigc Euro schall ik öberwîsn! Plus de Fohrkordn un noch 'ne Busfohrkordn. Mein Gott, wat 'n Schît!
Dat Maxim Biller-Book töft uk up mi, un Guntram Vesper mud/will ik vidder läsn, Juli Zeh, Peter Kurzeck etc. Ach! Un Goya von Feuchtwanger un wat nich noch alles! Un de Autoren von hier, un de Plattdütschn.
Naja, ik lôd mi Tîd, keener twingt mi (ik mi uk nich).
Jedenfalls häbt we läß uk eene Trio-Probe in Hannober had! Mid mîn Cousin J. häb ik vör föftigc (!) Johr to'n irstn Môl tosôm spält - un nu schalt dat vidder gôhn! Mid percussion dorbi un môl seen... Ölm Stücke häbt we spält in annerthalf Stünn, veer wörn von mi. Uk ole Rockmusik!
Jô, un läss häb ik mi dat Rolling Stones-Konzert im Kino ankägn. Good! Dat häd sik lohnt: schön klore Biller un goe Musik. Dat Kino wör ôber nich full! (Ik ha' 'ne lange Schlange vör'n Ingang erwartet, wör ôber man ers de drütte Besucher;)

 
GŁTeE - Kohstal, Höhnerstal, Kögn - 28. September 2016 22:31 Uhr
 

HMHB: Viele Grüße auch an Albert! Wäre schön, mal wieder etwas von ihm zu hören.

 
monik sos - 28. September 2016 11:56 Uhr
 

Lieber GüTeE, das Buch macht meines Erachtens sehr klar, dass diese Krankheit nichts mit "sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?" zu tun hat. Ich finde es sowenig Sachbuch, wie die Bücher des großartigen Walter Kempowski, der mir nicht zufällig bei diesen Zeilen an Dich in den Sinn kommt. Es ist m. E. ein autobiographischer Roman. Ich lese Bücher gerne von Leuten, die mir unähnlich sind. Aus diesem Grund habe ich auch früher sehr viel mit Albert telefoniert, der übrigens aktuell auf der Suche nach dem "einfachen Leben" ist und einen Urlaub in der Lüneburger Heide oder so plant.

 
HalfManHalfBiscuit - 26. September 2016 16:07 Uhr
 

In der nächsten Großstadt (nun ja: Großstadt ist vielleicht etwas übertrieben;) kann ich nur Bücher kaufen (und Cappuccino trinken) und finde u.a. 'den Thomas Melle'. Der Titel und das Cover: super, das paßt!
Bin auf Seite 102 und habe schon viel Neues, Erklärendes gefunden! Ein Sachbuch? Ein Roman? Beides irgendwie!
Zu TM hatte ich bisher eine große Distanz, aber schon die Zeitungskritiken machten ihn mir 'sympathisch'. Die Distanz wird aber bleiben: da unterscheidet uns zuviel! Ein Einzelkind bin ich nicht (im Gegenteil), ein Scheidungskind auch nicht (im Gegenteil!). Aber das 'Manisch-Depressive' kenne ich durchaus und erlebe es immer wieder.
'MItleid heischend' sich radikal als Opfer sehen: tja, da winkt dann die Entmündigung;) Aber es ist ja ein Roman, und zwar ein ziemlich dramatischer! So rasant, wie 'On the road', obwohl es wenig damit zu tun hat. Auch formal ist das wohl ganz interessant (ich bin noch nicht durch). Es hat die Intensität eines Curt Cobain und Billy Corghan: sagen wir es so.

In meiner 'midlife-crisis' vor zehn Jahren mußte ich eine eigenständige Entscheidung treffen, mußte mich als 'handlungsfähig' erweisen, sonst hätte 'man' mich auch entmündigen können. Ein Rechtsanwalt bestätigte mir meine Mündigkeit und Rechtsfähigkeit: ich war ich, ich konnte dieses Objekt KAUFEN, eine Unterschrift genügte!

 
GŁTeE - in der Kanzlei - 25. September 2016 18:03 Uhr