die specksteinweiße dose
weißt du den milchzahn noch
und auch die rose
ein leises knarren und die tür
geht zu. im spiegel siehst du
kein gesicht, das licht ist fort,
das glas, es bricht und in den
scherben, da, bin ich.
Maria * - 21.06.02 at 23:56:38
Von Meteoren durchschlagen : PKW, Kaiserstraße, Motorhaube, 15.07.11.08, 1 Gramm. Karpfen, Pekingrestaurant, Kopf, 15.07.11.09, 0.8 Gramm. Englisches Theater, Vordach, 15.07.11.10, 0.2 Gramm. 15.10 MESZ : Fluchtversuch, Monique, 19, Vietnam, barfuß, Elbestrasse 8, 4. Stock.
by Noel Noe 22-76C2 * - 21.06.02 at 17:13:41
Oh, Mann.
Sasa - 21.06.02 at 17:00:48
bäh
schäfchen * - 21.06.02 at 16:24:46
Nicht A sondern ....
Sommerrätsel , Letzter Buchstabe und letzter Teil * - 21.06.02 at 16:13:54
ü oder ue ?
also n
GüTeE - 21.06.02 at 16:05:24
Nein, lieber GüTeE, fast. Etwas voreilig, aber gut.
@666: Das Sommerrätsel suchte im Teil 1-3 nach den Kürzeln, denn ob du jetzt 6 mit Vornamen oder 66 heißt, bleibt dann doch in den Weiten des Webs verborgen.
Das Sommerrätsel spricht mit euch * - 21.06.02 at 11:39:27
Aus welcher Stadt schreiben wch und eiseis ?
Sommerrätsel Teil 4, Gesucht wird der 3. Buchstabe der Stadt. * - 21.06.02 at 11:37:59
Lieber Sommerrätselverfasser,
Dein Versuch ist ja ganz nett, aber Du solltest Deine Fragen präzisieren.
"Gesucht wird der 4. Buchstabe des Autors", fragst Du etwa.
Nun, Autoren haben keine Buchstaben, sie haben allenfalls Namen, die aus Buchstaben bestehen. Und diese Namen bestehen in den meisten Fällen aus Vor- und Zunamen. Gehören die Vornamen nun dazu oder nicht?
Fragt
666 * - 21.06.02 at 10:14:57
Wieder, die Hitze, tobte akademischer Tumult im Kolumbarium des Friedhofes Père-Lachaise zu Paris. Ernst, Max (Maler) sowie Duncan, Isidora (Tänzerin) sind verschwunden. Geblieben: Wright, Richard (Dichter), auch Mendès-France, Pierre (Minister) und weitere Erwärmte.
by Noel Noe 21-6AE8 * - 21.06.02 at 07:14:05
Truth or dare
Das Straßencafé heißt so ähnlich wie diese Mundspülung, Odal nämlich. Wir trinken Pfefferminzsirup mit Wasser. Marc kaut auf einem Eiswürfel herum, dabei ist das ja ganz schlecht für seine Verneers. Conny steht auf. Zum Abschied küßt sie mich auf die Wangen. Dreimal, wie das die Österreicher immer machen. Sie riecht nach Kenzo Flowers und leicht nach Schweiß, aber nicht unangenehm. Ich sehe ich ihr noch eine ganze Weile hinterher, sehe sie durch den weichen Asphalt laufen.
P. Aristide - 21.06.02 at 01:01:38
Die Lösung: essen in Essen;)
GüTeE - 20.06.02 at 22:26:20
danke hmhb und happy new
ears!
GüTeE - 20.06.02 at 22:21:38
fuer guetee
www.coastaljazz.ca
hmhb the vancouver * - 20.06.02 at 17:50:45
Aus der Sammlung -Felix Feneon- : Mondbeinknochen linker Hand : 17.0678 Gramm. Gewebe -feuchtorganisch- : 0.04 %. Status : legal. Mindest : 5328 US-Dollar at 17.01 MESZ. Vote to Christies Hong Kong 2203-5 Alexandra House16-20 Chater Road Central : Bid Department: +852 2978 9910.
by Noel Noe 20-6AE8 * - 20.06.02 at 17:24:36
Pop
Das Reden und Schreiben über Pop ist unnütz. Andrerseits kommt es darüber zu einer Gemeinsamkeit unter Fremden. So ist es auch bei einem Rockkonzert: vorne die im Rampenlicht und die im Dunkeln sieht man nicht (die auf der Bühne sehen dich jedenfalls nicht!)
Reden und Schreiben ist was anderes als Zuhören. Herr Schröder redet und der Bundestag, die Abgeordneten (so sie anwesend sind und nicht gerade zu Mittag essen;) und die Phoenix-Zuschauer hören zu. (Herr Schröder ist nicht Hitler. Nicht mal Herr Kohl hieß Adolf, sondern Helmut und Harald Schmidt nicht Gerhard oder sagen wir Joschka Fischer. Bewegt er mehr an Menschlichkeit?) Rock ist Rausch, und Rausch ist nicht immer gut, nicht gut z.B. im Parlament;)
Verschmelzen, ein Massenphänomen: das 'ICH' verschwindet, fühlt sich stark, vermehrt und ist doch nICHt. Die tun, was alle tun, was üblich ist und tragen nicht Verantwortung. Ich grüße dich und zieh' den Hut: das ist kein individueller Akt, denn das ist Brauch und übernommen. Neu verhandeln!
Sommerrätsel Teil 3 Gesucht wird der 4. Buchstabe des Autors * - 20.06.02 at 16:23:11
ess.
Lang her, aber monumental.
R * - 20.06.02 at 15:16:52
es ist der schnarcher der
schnarchend s messer wetzet
und über allem schlafe her
ängstiget sich nu der jetset
ach schlaf du süßer brummer
im loope pupen luz und lotos
sind alle schläfer, summer
und summ' auchma mit fotos
...
Sommerrätsel Teil 2 notiere Buchstabe 3 und 6 des Verfassers * - 20.06.02 at 15:10:40
e.,
is schon n weilchen her
!!! * - 20.06.02 at 14:36:39
Was ich tun muss
* einen Tag in der Sonne am Ammersee liegen
* mit meinem Vater über ein großes Stoppelfeld reiten
* einen Abend lang Grillen, Bier trinken, Zigaretten rauchen
* mit dem Motorrad in den Süden fahren
* meine Frau am Nachmittag lieben
* glücklich sein
Sommerrätsel Teil 1 Notiere den ersten Buchstaben des Verfassers und die Uhrzeit. * - 20.06.02 at 13:13:53
l.barnes eppendorf am 19.06.02, 00:50:10
>@ Forum der 13; 16.06.02; 20:41
>Sehr geehrter Herr Jörg Meyer,
>Sie erlauben eine Anfrage so quer durch die Foren?
>Gewiss: schön unrein die Reime im 2. Quartett. "Verschwinden" /
>"künden" ist ja noch konventionell, aber "einander" / "wann er"
>hat Pep. Warum Sie freilich in Z. 8 ("sturm wär‘, der von
>zungen könnte künden") auf dem Umschlag vom Jambus in den
>Tröchäus bestehen, erschließt sich mir nicht, zumal sich die
>Voranstellung des bestimmten Artikels ja (und wg. der kommoden
>Aufnahme von "der ... hauch" aus Z.5 sogar prima) angeboten
>hätte, womit die Zeile metrisch ins Lot gekommen wär.
die 8. zeile steht bekanntlich ziemlich im zentrum eines sonetts, zumal sie die zwei quartette abschließt und gelegentlich so eine art wendepunkt (von these und antithese zur synthese) darstellt. so auch hier, insofern mir ein bewusst gesetzter "stolperstein" hier angezeigt schien, ein bisschen wind zu machen, wenn schon kein "sturm wär‘".
>Ganz merkwürdig finde ich "zwischen flüchten" in Z.4.
>Es gibt die Verben "flüchten" und "fluchten". Es gibt das Nomen
>"Flucht" mit dem Plural "Fluchten". Was aber um Himmels Willen
>wäre der Singular des Nomens "Flüchten". "Flücht?"
da sind sie mir dann aber doch drauf gekommen, nämlich auf eine wohl norddeutsch mundartliche schwäche. ich nahm tatsächlich an, der plural von flucht seien die "flüchte". ein irrtum. gleichwohl: nehmen wir’s als weitere eigenwilligkeit.
weitere solche finden sie übrigens unter www.schwungkunst.de.
>Herzlich, Ihr l.barnes eppendorf
eben so.nett ;-) ihr
jörg.meyer kiel * - 20.06.02 at 12:08:31

fredrik SP - 20.06.02 at 10:57:27
Was ist denn wieder mit unserem einsmaleins los ?
Verdunstet im Sommer und tropft leise auf ein Schlagzeug.
MR * - 20.06.02 at 09:50:24
[Fwd. Göttinger Landbote]
Hannover. Die zunächst vereinzelten Krebsfälle in Worpswede (wir
berichteten darüber) häufen sich nun dramatisch. Nachdem der Verdacht
ausgeräumt werden konnte, daß der nahegelegene Atomreaktor Stade die
Ursache sei, konzentrieren sich die örtlichen Gesundheitsbehörden
nunmehr auf eine Studie des Hygienischen Instituts der Uni Bochum,
wonach Terpentindämpfe mit hoher Wahrscheinlichkeit bösartige Tumoren
auslösen sollen. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt deutete an,
vorsorglich das Pinselreinigen untersagen zu wollen, wofür bevorzugt
diese Chemikalie verwandt wird.
Vertreter der IG Chemie, der chemischen Industrie sowie der
Lukas-Gilde protestierten auf das schärfste, wohingegen Vertreter der
pinselherstellenden Industrie das Ministerium ihrer nachdrücklichen
Unterstützung in Verantwortung für unsere Künstler und in Anbetracht
des Arbeitsmarktes versicherten.
Die Kanzlerkandidaten Stoiber (CSU) und Westerwelle (FDP) sehen in
diesem mutmaßlichen Chemieskandal übereinstimmend einen weiteren
Hinweis auf die Inkompetenz der Schröder-geführten Regierung. Aus
sozialdemokratischen Kreisen hingegen verlautet, daß noch unter der
Kanzlerschaft Helmut Kohls (CDU) beträchtliche Summen von der Stiftung
Pro Terpentin an die Parteikasse der Christdemokraten geflossen seien.
Verbraucherschutzministerin Künast (B90/Die Grünen) nahm derweil ein
Atelier in Worpswede in Augenschein, um sich einen Eindruck zu
verschaffen. Ihr einstweiliger Kommentar: "Es möpselt irgendwie."
(ddp)
jemand der fickt um sich zu vermehren * - 20.06.02 at 09:45:36
Liebe Freizeitficker.
@@@@@@
Am letzten Tag des Jahres 1985 saß ich auf einem Sofa in einem Keller, der nach vorangegangenem Jahrzehnt roch.
Suse - Menschenkot in der Übezelle, Neuschwanstein - 14.12.99 at 00:08:19
Hallo Deutschland Alles wird gut * - 20.06.02 at 08:14:16
°~°
Für jemand der aus dem off kommt scheint dies ein wenig undurchdringlicher Who is Who Dschungel zu sein, und ich habe mich auf die Texte beschränkt, die mich interessierten, gleichwohl dazwischen das Geplänkel als eine weitere Farbe im Bild war.
°~°
alinia wyler santa cruz, europe - 28.11.99 at 09:32:41
Sasa - 19.06.02 at 23:14:04
wenn die tücher trocknen, vom salzigen wind,
dann hoffe, dass du einen zwitschernden roten vogel besitzt.
dein körper aus sand wird bett sein für die zerschellten zugvögel.
erst wenn der wind deinen finger genommen hat, dann hinterlässt du einen strich
in der luft. und wo du warst, wird eine spur von dir sein, auf einem stückchen
papier.
Maria * - 19.06.02 at 22:54:19
All time favorite:
°~°
Geht es Euch auch manchmal so, daß Ihr über Bäume nachdenken müßt? Die Stadt, in der ich jetzt lebe, hat ein besonderes Verhältnis zu Bäumen.
(...)
Der Göttin der Jagt z.B. hat man den Bogen geklaut und es wird vielleicht nicht mehr lange dauern, bis ihr ein Arm abfällt.
(...)
ehemals kranzbinderei
Wolf Steinhardt Flensburg, Deutschland - 20.11.99 at 14:08:59
Sasa Buche - 19.06.02 at 22:03:03
Friedlich in der Nacht vom 17.06. zum 18.06.2002 ist auf den Höhen Jacob A. C. Landman im Alter von 87 Jahren eines natürlichen Todes gestorben : 40°41`07``N 73°59`12``W : second floor.
by Noel Noe 19-4FED * - 19.06.02 at 20:28:39
Ja, weil nämlich "Freeze!":
°~°
Flucht ins Mittelmässige. Ich bin das Licht. Das Nordlicht, kalt wie Eis. Klar und kalt. Ich hauche euch an und ihr erfriert, ihr kleinen, schleimigen Bakterien. Wer krank ist, soll im Bett bleiben. Wer jammert soll zu Mamma. Wer gute Freunde sucht, eins oder auch zwei: ein Küsschen. Ich atme Schnee und esse
euer Fleisch. Rohes Fleisch, gefrorenes Fleisch. Ha! Ich sehe den Atem schon, Kristall auf eurem Haar. Dankeschön. Sehr freundlich. Freeze!
eiseisbaby münchen, bayern - 20.10.99 at 12:38:12
Sasa archives - 19.06.02 at 20:12:34
TomTom. Hundescheiße. Tsss. Hast Du wirklich Hundescheiße geschrieben? Ich kanns nicht glauben. Sowas aus deinen Tasten? Und nicht mal in Großbuchstaben. Sieht doch viel besser aus: HUNDESCHEIßE. Dankeschön. Sehr freundlich.
*
Eiseisbaby München, Bayern - 19.06.02 at 18:48:43
Aus diesem Grunde sollten wir uns doch alle mal entspannt zurücklehnen und -blättern. When we were young & wild. Eine meiner Lieblingsstellen - und da können dann wirklich alle mal herzhaft lachen - von unserem braven TomTomdaKid Juni 2000:
*
TomTom holt sich ein EIS. ein großes EIS, ein eiseis schon. ihm ist warm. nach kurzer zeit fängt das EIS an zu zerlaufen, es schmilzt nur so dahin in der hitze, in TomToms hand. begeistert schaut er zu, vergisst das essen, denn eigentlich schmeckt das eiseis gar nicht so gut, wie es auf dem plakat aussieht. nach ein paar minuten schmeisst TomTom das eiseis auf den dreckigen boden und setzt sich ein paar meter davon weg auf eine bank. der erste, der vorbeigeht, tritt unbemerkt auf das eiseis, schaut angewidert seinen sneaker an und wischt die tropfnden überreste am bordstein ab, wo schon so einige reste von hundescheiße kleben.
- - - - - -
TomTom dreams that he makes an anonymous call.
Mister Offermann answers the phone.
- "Yes, hello?"
- "Listen, asshole, I got a question for you."
Mister Offermann whines.
- "Why me? Why are you dirturbing me, disturbing my mind, causing it to let go of my thinking about ideal writing, ideal living..."
- "Because the pure existence of your mind makes me sick. Every time I think about it, see the excrements of it, I cannot help myself. I start puking immediatly. That is the reason for me calling you."
- "But you are nothing but a heap of mere shit, are you not aware of that?"
- "Yes, I see that. I also believe you that you think I am nothing. But there is the fact - and this fact is overwhelming all other facts - that you still feel angry about me. So you obviously care about what I say, about what I do."
- "No, I do not. That is only what you think that I think and feel."
- "You are worse than I had thought. If you do not have any emotions about me, then why do you keep referring about me? Why don't you just let me do what I do?"
Mister Offerman starts thinking.
TomTom - the imagined one, the dreamed one - is fascinated because he can actually hear Mister Offermanns brain reacting, his synapses collapsing over the amount of new ideas.
- "well?"
- "I can't tell you why."
At that moment, TomTom starts singing Tje Eagles' song 'I Can't Tell You Why'.
Mister Offermann sobs once and hangs up.
TomTom keeps dreaming.
TomTom calls ANDREA. It is yet early morning. The birds have just begun singing but sunrise has not started yet.
- "Yes? Hello?", a tired voice, full of sleep, asks mumbling.
- "Hi, TomTom calling."
TomTom starts playing the tape on which he has recorded the conversation with Mister Offermann over the phone. At certain points he hears a cackling laughter on the other end of the line that gets continously brighter. After the tape has stopped, he asks ANDREA:
- "Do you see how very easy it is to make a new enemy that is working sufficiently, that is responding to everything you do?"
TomTom hears ANDREA jumping out of bed.
- "You made my day! Thanks a lot!"
ANDREA hangs up.
TomTom starts masturbating tired but falls asleep trying to maintain his erection.
TomTom awakens refreshed.
TomTom - happy heart// cannot rhyme// GOOD LIFE - Inner City // SIXTH SENSE - 08.06.00 um 16:58:09
*
Wow Bow!
Eiseisbaby München, Bayern - 19.06.02 at 18:45:41
Verdammt viel Zeit.
*
Eiseisbaby München, Bayern - 19.06.02 at 18:26:06
Übrigens: happy birthday, loop. 3 Jahre. Ziemlich viel Zeit so.
Sasa - 19.06.02 at 17:33:48
Grundproblem
Grundproblem * - 19.06.02 at 17:16:55
Wenn ich noch einmal das Wort "Grundproblem
2 hier lesen muss, greife ich zu meiner Browning!
Revolver Halfter * - 19.06.02 at 16:02:44
'Christian Kracht signiert mir seinen Gelben Bleistift
Alle drängen sich nach der Lesung auf der Bühne um Stuckrad-Barre, ich suche Kracht, der als Gast auch auf der Lesung ist, um währenddessen zusammen mit Dr. Eckart Nickel aus Heidelberg Stefan-Raab-CDs zu schänden. Finde ihn erst nicht und sehe ihn dann am anderen Ende unauffällig und ziemlich schnell in Richtung Bar laufen. Dort sag ich Hallo und dass ich zufällig sein Buch dabei habe und ob er mir ein Autogramm reinschreibt. Er ist ganz überrascht - schließlich stand er ja gar nicht auf dem Programm.
Nickel reicht ihm einen Stift und Kracht geht mit mir beiseite, sieht mich kaum an, legt das Buch auf die Bar und setzt an. Hält nochmal inne. Für wen? fragt er, fast ohne aufzusehen. Einer Eingebung folgend (-um mal einen richtigen Klischeesatz anzubringen- ) sage ich: Triticea. Kracht dreht sich abrupt um, sieht mich völlig überrascht an. Sagt nahezu fassungslos Dinge wie "Wirklich?" "Du bist dieser Mensch?" "Aus dem pool?" und nochmal "Du bist das?". Er ist ehrlich überrascht. Ich auch. Das habe ich wirklich nicht erwartet. Er ist so begeistert.
Dann geht er auf mich zu, zieht seine Jacke aus, legt sie vor mir auf den Boden, kniet nieder, küsst mir die Hand, fragt mich wie ich wirklich heiße. Ich bekomme mindestens einen knallroten Kopf. Er steht wieder auf, schreibt mir was in mein Buch, gibt es mir wieder und sagt, ich müsse Eckart Nickel kennenlernen, Dr. Eckart Nickel aus Heidelberg, wie er betont. Er schiebt mich, ohne mich zu berühren, in dessen Richtung, sagt zu Nickel ganz begeistert, sehr deutlich und sehr leise: "Triticea, aus dem pool!" Nickel drückt mir die Hand, grinst, kennt meinen Namen nicht. "Aus dem loop", verbessert sich Kracht. Nickel sagt vorsichtig "achso" und dass der doch jetzt - äh - "Er ist zu, ja. Aber er wird wieder aufgemacht und dann bin ich wieder dabei", helfe ich ihm aus.
Nickel weiß nicht was er sagen soll und Kracht ist ganz fassungslos. Ob das nur an mir liegt oder ob es vielleicht auch noch andere Gründe hat, vermag ich nicht auszumachen. Die beiden sind sehr freundlich, aber auch ziemlich seltsam. Ein wenig kommt es mir so vor, als schwebten sie in anderen Sphären. Keine Ahnung. Ich wünsche ihnen einen schönen Abend und verzieh mich mit meinem immer noch glühenden Gesicht wieder. Auf der Treppe schlage ich mein Buch auf und lese: "Für Triticea, die die Schlaueste von allen ist. Love, CW Kracht".
Für den Rest des Abends grinse ich vermutlich ziemlich debil und fühle mich 30 cm größer als sonst. Mit so einem Feedback habe ich nicht im Traum gerechnet. Es kommt also doch manchmal was rüber. Auch wenn er womöglich allen so einen Spruch ins Buch schreibt, seine Begeisterung schien echt.
Ich freu mich sehr, obwohl ich mir über seinen geistigen Zustand an dem Abend etwas unsicher bin. Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich ganz bewusst auf seine Pupillen und Augen geachtet habe, mit der Fragestellung, ob der Herr Kracht womöglich ziemlich eindeutig diagnostizierbar unter dem Einfluss gewisser psychotroper Substanzen steht. Ich konnte nichts feststellen. Vielleicht ist er einfach so seltsam?
"Der Gelbe Bleistift" ist übrigens ein wirklich tolles Buch, kann ich wärmstens empfehlen. Ganz im Ernst. Sehr feine Geschichten über Asien. Sehr subjektiv, amüsant, böse, direkt. Das Buch fetzt! Keine Spur von alte-Säcke Literatur. Ob Herr Kracht nun Popliterat ist oder was auch immer, das ist mir ziemlich gleich. Er ist auf jeden Fall sehr gut.
14. 5. 2000'
allemalachen * - 19.06.02 at 05:23:11
Gefangen, mit flacher Hand, im Zwielicht des späten 18.6., aus dem Luftraum über indischem Cafe nahe English Theater, ein Abendsegler. Der Künstler, Präzisionsschütze, Kroatien, Hos-Miliz. Begeistert, zur Vorsicht, Lali M., Schönheit, 27, aus Anou Nizzam, südliches Atlasgebirge.
by Noel Noe 18-5CE1 * - 19.06.02 at 04:43:31
Leute, die 'Nomen' sagen, sprechen bestimmt auch vom 'Wem - Fall' ....
DER SPIEGEL * - 19.06.02 at 02:44:44
@ Forum der 13; 16.06.02; 20:41
Sehr geehrter Herr Jörg Meyer,
da freut man sich lebhaft über die weitere Belebung der edlen Kunst des Sonettierens! (Ob Gudrun sich auch freut, muss sie selber wissen.) Sie erlauben eine Anfrage so quer durch die Foren? Gewiss: schön unrein die Reime im 2. Quartett. "Verschwinden" / "künden" ist ja noch konventionell, aber "einander" / "wann er" hat Pep. Warum Sie freilich in Z. 8 ("sturm wär‘, der von zungen könnte künden") auf dem Umschlag vom Jambus in den Tröchäus bestehen, erschließt sich mir nicht, zumal sich die Voranstellung des bestimmten Artikels ja (und wg. der kommoden Aufnahme von "der ... hauch" aus Z.5 sogar prima) angeboten hätte, womit die Zeile metrisch ins Lot gekommen wär. Ganz merkwürdig finde ich "zwischen flüchten" in Z.4. Es gibt die Verben "flüchten" und "fluchten". Es gibt das Nomen "Flucht" mit dem Plural "Fluchten". Was aber um Himmels Willen wäre der Singular des Nomens "Flüchten". "Flücht?"
Herzlich, Ihr
l.barnes eppendorf - 19.06.02 at 00:50:10
nackt sind wir alle krieger
+++ * - 18.06.02 at 22:17:59
Wie die Gebärmutter ein Kind in die Welt presst sollte seine Trauer und sein Schmerz geboren werden, in diesem Zimmer zur welt kommen. Hier, wo kein Platz war für die Wahrheit, für die Briefe, für die Geständnisse. Er kotzte sich seine Liebe aus dem Leib, um ihr jetzt einen realen Boden zu geben, eine Zukunft an diesem Ort, an dem es immer nur um eine andere Zukunft gegangen ist.
Ich bin kein schauspieler, der einen text aufsagt, und somit immer eine absolute wahrheit spricht, das ist mir bewusst, ich kann nur meine wahrheit, also meine gefühle, widergeben, und zu dieser wahrheit gehört die vergangenheit. und auch die lügen der vergangenheit, die ich sehr bereue. Ich glaube, alles, was ich jetzt noch schreiben könnte, wäre noch missverständlicher.
Leonce - 18.06.02 at 22:14:58
7852 :: 18.6.2002 :: 15:11:21 : Seit fünf Tagen bereits wird in der atlantischen Abteilung zu Triest der Versuch unternommen, einen stattlichen Schwarm himmelblauer Rifffüssiliere bloßen Auges bis ins Letzte der Tiere auszuzählen. Der diesen Versuch unternimmt, sitzt aufrecht, ist recht ordentlich gestaltet und nicht älter als Vierzig. Er hinterlässt einen durchgehend glücklichen Eindruck.
by Noel Neo 17-92DD * - 18.06.02 at 16:08:59
um einigermaßen ruhe zu bekommen schalten große teile der niederen den fernkasten
ein sitzen schwitzen schwatzen schmatzen-kriegen lust auf mehr -gehen dann näher auf
sich ein -schauen,denken nicht zuviel,zuviel ist nicht so günstig!
später dann bemerken einige das sie sich haben gehen lassen-warum auch nicht?
jeder darf doch mal so ein wenig zu sich selbst finden auf diese oder jene art und
weise,eine kleine reise unternehmen ins ferne land der fanta-sieh doch mal genauer hin
vielleicht solltet ihr alle auf euren höfen bleiben,um dort den ball zu treten und über
niedere (und wirklich total gefährliche) einnahmequellen in nordischen ländern berichten
ich halte viel von mir und ihr von euch?
den kind * - 18.06.02 at 15:05:06
3:4 - das ende
? * - 18.06.02 at 14:31:07
Herr tik, mit Polizisten sollte man eigentlich gar nicht reden. Ein Freund von mir hat sich aber eine andere Strategie zurecht gelegt: Er duzt einfach alle Bullen die ungefähr in seinem Alter sind - und das sind irgendwie stets die meisten. Die gucken dann erst mal doof, erfüllt doch das Duzen eines Bullens den Tatbestand einer Beamtenbeleidigung. Aber dem Freund lassen sie das stets durchgehen, vielleicht weil er auch ohne Alkohol bereits so undeutlich redet und selbst bei einsilbigen Antworten bühnenreif gestikuliert, er bekommt dann den Kauz-Bonus, muss allerdings regelmäßig in irgendwelche Alco-Tester reinblasen, wobei er stets unverschämtes Glück hat.
Besagter Freund hat übrigens gerade mal wieder eine brillante Idee, wie er zum schnellen Reichtum kommen kann. Berufsbedingt ist er oft auf Dienstreisen, immer mit dem Wagen und meistens in Skandinavien. Was liegt da näher, als eine nebenberufliche Schmugglerkarriere. Die skandinavischen Jungs und Mädels kiffen gerne, hat er festgestellt. Aber Libanesen- oder Afghanenschmuggel ist ihm zu gefährlich. Aber wer kennt das nicht: Die Süßigkeitenfressattacke nach dem Joint. Nun kostet aber ein Raider in Schweden fast 5 Mark und daher die tolle Geschäftsidee: Der Raider-Hanuta-Duplo-Schmuggel. Ob das Duz-Prinizip auch für Zollbullen gilt, muss ich erst noch klären.
* Hofgartenkicker - WM-Sonderheft * - 18.06.02 at 12:12:03
@zak
deine erinnerung an den ruhepunkt der welt:
es sind bordeaux-beige fliesen die überschritten werden
müssen, um im zweiten stock, vorbei am naturschutzbund,
auf die terrasse treten zu können. die schwierigkeit des
cocktails lag daran, gleiche mengen wodka und campari
der basis des caipiroschkas zuzufügen.
wieauchimmer, der platz auf der schaukel ist immer noch
leer - reserviert für einen menschen -, aber die getränke
eisgekühlt...
*der goldene reiter* * - 18.06.02 at 11:01:55
Ach, mein lieber Fellini, welche Laus ist Dir denn über die Leber gelaufen?
Leonie * - 18.06.02 at 09:48:18
Leonie ist ja auch unbeschwert dumm.
ni' wohr * - 18.06.02 at 09:28:28
Mir aber nicht.
Leonie im Regen * - 18.06.02 at 08:38:36
17.Juni 2002 : 21.08 MESZ : Angesichts einer im Sand vorliegenden Brosche aus Nilpferddung und Fliegen, hat Julius L. im Palmengarten, Höhe Siesmeyerstrasse, von Eleonore B. das Jawort erhalten. Am Kunstwerk, am Glück haben mitgewirkt: 57 Tiere der Gattung Calliphoridae in stahlblauer Panzerung, 15 Rüsselkäfer von grüngoldener Beleuchtung, 1 Pillendreher, schwarz.
by Noel Noe 16-CF6D * - 18.06.02 at 06:59:27
Noel sollte sich schnell verabschieden, denn er tut uns weh.
Regen macht nass * - 18.06.02 at 02:15:55
die am rande des großstadttaumels bulsierende medrobole, richtig, orkan. dort würde man dich organ nennen. diesen ort hier nennt man dort wohl lubb, und mich hoog.
hawk * haddes d un waiches b - 17.06.02 at 23:42:19
Wenn sich die Ranken nicht vor das Fenster geschoben hätten. Morgen kommt einer und schlägt sie mit der Machete ab. Ich finde das unnötig, aber man muß ja was sehen. Sonst ist alles, als wären wir nie weggefahren. Sogar der Kühlschrank ist genauso gefüllt, als hätte ich gestern abend eingekauft. Mit dem großen Zettel, dem geweihten Banner, das ich gewöhnlich im Supermarkt feierlich vor mir her trage. Diesmal bin ich es nicht gewesen. Gestern abend haben wir uns von Chip verabschiedet. Er ist eine Konstante, ein Fixpunkt in meinem Kosmos. Große Steine brechen aus den Hügeln, manchmal gehen die Lawinen bis zur Straße. Das ganze Land ist wie ein Blick durchs Kaleidoskop, wenn du ein bisschen verrutscht, war's das. Chip sieht immer gleich aus. Egal wie du schüttelst, er verändert sich nicht. Sein Zopf, geflochten, sehr lang und immer Metal-Shirts. Er zündet sich Zigaretten mit der ewig gleichen Bewegung an. Die Flamme auf Sturm unter seiner schützenden Hand, den Kopf mit halbgeschlossenen Augen zur Seite geneigt, als würde er der Kippe ein unglaubliches Geheimnis zuflüstern.
Han - 17.06.02 at 21:48:16
Acht knallende Ohrfeigen, Centralstation Süd, sollten Annamarie M., 21, zurück zur Familie und nach Hause führen. Dieses ereignete sich gestern, mittags um 12, in vorzüglicher Hitze, auch dass Lou Lou in Dämmerung ihres Bewusstseins, den eigenen Vater nicht wieder erkannte. Ein Hieb in den Nacken hatte den unruhigen Herrn längs zu ihren Füßen hingestreckt.
by Noel Noe 15-DA65 * - 17.06.02 at 20:49:14
...Gestern 0:30 auf der 4 Bier-Umgehungsstraße voll in das Blaulichtinferno. Der Bulle läuft skeptisch um den schwarz-metallicfarbenen Jaguar XJ6 (nur geborgt von nem Freund)und schnauft die üblichen Verdächtigensätze ins innere. Zwischen Panik und Coolness schwankend, fällt es mir mit einem Mal wie ein Haufen Backsteine in den Schoß: Wie spricht man einen Verkehrsbullen eigentlich an? Bulle wäre mittlerweile vielleicht sogar noch nicht mal mehr Beamtenbeleidung, dann schon eher "Herr Wachtmeister". Aber was sagen? Herr Polizist ? Den Namen konnt ich schon erkennen, Friedrichs hieß der mit den zwei Sternen, die Kollegin war zu weit weg....Aber die Anrede "Herr Friedrichs" wird dem Spielchen auch nicht gerecht, schließlich ist er ja im Dienst und somit eher Herr Schwarzenegger als Herr Friedrichs! Oder nicht? Wer hat die Nacht in der Ausnüchterungszelle verbracht, eine Polizeikarriere absolviert oder einfach nur ein Handbuch gelesen? Wäre interessant zu erfahren....
Klaas Tigchelaar Bonn - 17.06.02 at 20:15:55
Er ist da. Prächtig, feucht, durchdringend. Er ist überall. Im Essen, in der Musik, in den Bewegungen, und zum Glück auch im Kopf.
Blöde Fliegen surren durchs Zimmer, als ich in der Zeitung endlich etwas Schönes finde. Ein Gespräch mit César Luis Menotti. Er sehnt sich jetzt schon nach der WM 2006 in Deutschland. Er sehnt sich nach einem richtigen Fußballstadion, nach einem Ort "wo Fussballgeschichte spürbar ist, wo ein Trikot als ein heiliger Gegenstand betrachtet wird, wo die Liebe zu einem Verein kulturelle Konnotationen hat." Auf solche Art kann nur einer über Fussball reden. Nur Menotti kann Sätze sagen wie: "Der Fussball muss seinen traditionellen Bühnen Respekt entgegen bringen."
Im Gutshof Klein Glien sind wir die einzigen, die in den herrschaftlichen Räumen zu Abend speisen. Die Kellnerin geht weite Wege nur für uns und ist sehr aufmerksam. Am Morgen war schon viel Trubel, als eine Ausstellung des Flämingweit bekannten Malers Viktor Bisqolm eröffnet wurde. Bisqolm ist ein gemütlicher Schweizer, der lange in Australien gelebt hat und dort die spezielle Punkt-Technik der Aboriginals lernte. Er sitzt immer im Rollstuhl und hat einen schmierigen, uncharmanten Manager, der Willi heißt. Die beiden bilden ein komisches, aber sehr erfolgreiches Gespann. Sie sind der regionale Kunstmarkt. Wenn eine Bisqolm-Ausstellung eröffnet wird, ist auch der Bürgermeister Peter Kiep nicht fern, der eine glänzende, kunstsinnige Rede hält. Von außen betrachtet wirkt alles komisch, ist aber imgrunde sehr nett. Zurück zum Abendessen. Es schmeckt ausgezeichnet. Auch das Bier ist bestens gezapft. Um kurz nach 20 Uhr kassiert die freundliche Kellnerin. Ist Feierabend-Zeit.
Der Weizen ist noch grün. Die Abendsonne kitzelt mit letzter Kraft das zart behaarte Korn; es windet sich und tollt davon.
Am Ortseingang stand einmal eine Mühle. Lange Zeit war sie das Wahrzeichen des ganzen Fläming. Stolz überblickte der Müller von dort das Land. Als in Belzig und Wiesenburg moderne Mühlen gebaut wurden, verwahrloste die Mühle, wurde alt und klapprig, bis ein Herbststurm sie zerlegte. Das Holz der Mühle verheizten die Hagelberger im darauf folgenden Winter.
In Belzig betrete ich ein kleines Schuhgeschäft. Ein kleiner, sehr dicker Mann sitzt schwitzend auf einer Bank und stöhnt laut: "Mensch, Schuhe kaufen, dafür braucht man fünf Minuten." Eine Verkäuferin fragt mich nach meinem Begehr.
"Ich will gern meinen Gürtel enger anschnallen."
Sie lacht und zieht eine Lochzange hervor, gibt sie mir. "Hier. Machen Sie sichs wie Sies brauchen." In knappem Abstand stanz ich drei Löcher. Das dritte sitzt nicht genau auf Linie.
"Schade", sagt die Verkäuferin. Ich geb ihr die Zange zurück. Der dicke Mann wischt sich die Stirn. Im dunklen Teil des Ladens probiert seine Frau schweigend ein Paar Schuhe nach dem anderen.
Menottis letzter Wunsch: "Dass eine Mannschaft Weltmeister wird, die es als Verpflichtung empfindet, Spektakel zu bieten und mit dem Publikum großzügig umgeht."
Ich wünsch mir nen Tag am Meer.
Felix Herbst Hagelberg - 17.06.02 at 20:05:41
@HAWK
die pulsierende metropole im herzen mittelfrankens?
ja, nich?
orkan wax-lounge * - 17.06.02 at 19:53:45
Keine Gewehre, keine Soldaten,
keine Monokelpotentaten!
Keine Orden, keine Spaliere,
keine Reserveoffizere!
Ihr seid die Zukunft, euer das Land,
schüttelt es ab,
das Knechtschaftsband,
Ihr seid die Zukunft,
wenn ihr nur wollt, dann seid ihr frei,
wenn ihr nur wollt, bei euch steht der Sieg,
Nie wieder Krieg!
Für den Mann der sein Wort hält * Panama * - 17.06.02 at 18:10:58
und unser lehrer einseins hat gesprochen
noten verteilt und ist verärgert nach hause gegangen
denn ausser ihm hat hier ja niemand etwas zu zählen
so war es heute
und morgen wird es anders
denn dann werden die schüler abgeschafft.
ob dann auch die lehrer verschwinden.
eine hoffnung besteht ja doch noch.
ps: wer sich über die rechtschreibung aufregen will ist an der redundanz der deutschen sprache engstirnig aber traditionell vorbei gefahren. vorgestern oder so. zweizwei würde bemerken, man schreibt im loop nicht deutsch sondern iso-8859-1
? - ! wo immer es warm ist nicht kalt * - 17.06.02 at 17:18:10
hawk - 17.06.02 at 16:26:12
Lästig finde ich: trotzdem weiter machen.
Sasa - 17.06.02 at 15:53:50
Danke, lieber Freund. Wie recht du hast.
Anna Luz , back home, no fake lulus around - 17.06.02 at 15:49:42
hawk - 17.06.02 at 15:48:45
Massaker, Folge nächtlichen Blitzschlages mit anschließendem Donner : nach drei
Jahren friedvoller Gemeinschaft in einem 200 Liter Wasserwürfel, haben zwei
Kaiserbarsche in Blau ( 16 cm : zentrales Afrika ) unter 12 Sumatrabarben (
4 cm : Indonesien ) aufgeräumt. Von der fernöstlichen Vertretung sind ein paar
harte Köpfe und hintere Flossen zurückgeblieben.
by Noel Noe 14-CD66 * - 17.06.02 at 06:02:29
Whisper
Der Holländer geht ein paar Schritte voraus. Mit aufgeschlagenen Manschetten, leicht gebräunten Unterarmen. Marc hat die Jacke lose über die Schulter geworfen, er hält eine Ähre in der linken Hand. Mit der rechten klaubt er die unreifen Körner heraus. Er dreht die Hand um, leckt sie mit einer Kopfbewegung ab. Der dritte, größer und älter, kratzt sich im dunklen Haar. Dann senkt er die Hand, fährt zart über seine Schultern und seinen Hals. Ich schiebe die Sonnenbrille mit den wasserhellen Gläsern zurück.
P. Aristide - 17.06.02 at 04:37:14
Sie in den Arm nehmen.
Sie in den Arm nehmen. Damit dieses verkrampfte, verschwitzte Gesicht endlich seitlich aus dem Gesichtsfeld treibt. Und ihr Mund, der verflucht und beschimpft, dich und alle Welt, spuckt und zetert, endlich, endlich!, an deiner Schulter, bitte!, zur Ruhe kommt. Du spürst ihr Vibrieren, den wutgeschüttelten Leib, ihren Hass, das tobende Herz, konvulsiv. Nichts verebbt, nichts kommt zur Ruhe. Ihre Haare, nass, strähnig, verfilzt, wie ein Abwaschlappen. Du streichst über die Kopfrundung hinten, eine hilflose Geste, zart, voll imitierter Zärtlichkeit, den steinharte Nacken, den zuckende Rücken, man spürt die bibbernden Rippen, sedierend: nur ruhig, bitte!, beruhig dich. Du drückst ihre Stimme, die weiter winselt, wimmert, wütet, jault, schluchzt, quiekt, peinigt – ins Schulterpolster des Jacketts. Nichts als Widerstand in ihrem Leib, Krampf, Aufruhr, Tosen. Kein Trost, nicht für sie, nicht für dich, keine Fügung, hier nicht, in nichts.
Sie drückt dich weg, schlägt dir an die Brust, ins Gesicht, löst sich, kratzt, rennt, fort durch den Flur, stolpert, stürzt, schlägt die Tür an, fällt aufs Bett, die Beine hängen über, beißt ins Kissen. Gurgelnd erstickt. Und die Kälte des Alls stürzt auf uns nieder.
anus horribilis * - 17.06.02 at 01:31:33
Unten
Regen, der mich überfallen nachts,
tröpfelt leise an mein Gitter.
Tropfen voller Wehmut schmerzend,
sickern gurgelnd durch den Rost.
Ein Gedanke, heimlich pochend,
mit Herzschlag wimmernd einerlei.
Der stete Atem vom Regenbogen,
unbemerkt seltsam zu mir gelangt.
hardmate rheinbrohl - 16.06.02 at 23:32:40
so eiine laaange nacht. Nur wirklich lang wie die längste Praline der Welt in der Blumenbar. Oder dann erst wieder beim Stastuculum in dem fantastischen Biergarten oben im 19.Stock.
So viele Geschichten im Ohr, dass ich meine eigene wieder mal völlig vergessenhabe. Nun ganz ohne Geschichte.
delete history
zum Wohl
und noch einen schönen Bienenstich
ALINIA alpencity - 16.06.02 at 22:17:51
"Na, dit jeht aber Fixbutte, det sag ich dir!" – Gerardo Campobello, der Friedhofsorganist und Sweschnikow-Stürmer mit den Kafkabriefen und dem Kinderfoto auf dem Hocker vor dem Brett, auf dem Hocker sitzt er noch heute, wieder vorm Brett oder vor dem Klavier, und heute abend brabbelt er mal wieder beim Blitzen die Leute platt:
"Nej, nej, nej, will er besser spielen als der Meister, na dit kann ja nix werden, aber das weißt du ja alles selber, nä? Das weißt du ja alles selber, ja, das weiß er ja auch alles selber. Will besser spielen als der Meister, aber das weiß er ja auch selber." Wenn er lustig ist, brabbelt er auch fünf Stunden lang, kein Problem: "Will er mich hier Fixbutte machen, na abwarten, das muss geprüft werden, nej nej. Das wird jetzt geprüft. Will er mich doch Fixbutte machen, na das geht aber nach hinten los, das sag ich mal."
"Kann ich mich an den Zigaretten beteiligen?" und steckt mir Geld zu, "ich lad dich auch auf einen Kaffee ein. Morgen muss ich aufstehen, komm‘ machen wir die Letzte." Zwei Stunden später beteiligt er sich noch mal. "Nej, nej ..."
Moldavien - Al contadino sotto le stelle * - 16.06.02 at 21:26:13
"Back up to Thailand and a worthy stint with the Bangkok Post, plus all else that I did there. Then one evening, before going out to the bars, and immediately after smoking a pure Thai-stick joint, and because I had a cold, I lit a menthol cigarette. And after finishing that fag...it seemed to me...that I was a lot more stoned...than I would have been otherwise. Could that be? Was there something about menthol, that when combined with weed, kicked in like an afterburner to accelerate the high? Next day I tried it again. And the day after. And the day after that. My cold was gone, but I kept on trying. Started smoking menthols at other times, as well. Very soon, I realised I liked them. And, they gave me a mild sort of buzz. Yeah, right, I was hooked on menthol! The brand was Sai Phon, Falling Rain. I continued to smoke them right up to the moment I was forced to flee Thailand, under the ludicrous but all too real threat of imminent arrest for high treason. What the hell, I wanted to go to Bali anyway."
Eddie Woods
zak - 16.06.02 at 19:34:59
auto-search-your-good-mood-while-driving:
when i see you i think heaven must be missing an angel
haircut twice * - 16.06.02 at 18:35:52
Schwarze Füsse, das Zeug geht nicht mehr ab, einer treibt im Pool, Kopf
nach unten, zwischen gelben Blütenblättern. Rosen sind fast vorbei, nur
wenn die Sonne knallt schicken sie noch ein paar Pheromone zu uns
rüber, die gleich alles durcheinander bringen. Iwan Ganz schiesst mit
dem DNA-Deformator, ich hab ihn wohl verärgert. Ein Wurm soll ich
werden, das hat er programmiert. Entenbaum beschwichtigt mit
Kartoffelauflauf, iss mein Freund, er lächelt und schmiegt und nagt zwei
Bissen klein.
Abends treffe ich ihn allein in einem der langen Flure, wir sind sowas
von verlegen. Ich bin nur die Mätresse, keine Sorge sag ich, möchte ihn
beruhigen, denn er hat was Wildes zwischen den Augen Richtung Stirn,
wenn man genau hinsieht zwischen die verwischten Konturen.
Lotos Diane de Poitiers - 16.06.02 at 18:11:58
Zweihundert und zwölf Filme in vierundzwanzig Tagen. Das linke Auge eingetrübt, sonst doch wohlauf : Leo Tabuc, 32, verlässt Kinokomplex Centralstation nach Rekord. Siencefiction : 50. Adventure : 72. Art : 25. Musical : 32. Western : 28. Porno : 12. Dokumentation : 3. Varia : 15. Chaplin : 5. Geschlafen habe er selten, gespeist nach Bedarf. Nun sei er glücklich. Niemand des Weiteren ist zu Schaden gekommen.
by Noel Noe 13-EA71 * - 16.06.02 at 17:04:35
Merci.
RealOne * - 16.06.02 at 15:23:54
Einfach wunderbar.
RockdenLiterat still: Weisenheim - 16.06.02 at 15:22:58
SAI PHON, zak, ja?
*
Soi 26 muss eine der teuersten Nebenstrassen der Sukhumvit sein. Das Gefuel, in Barcelona zu sein: eine Allee, niedrige Baume. Wir biegen ab, passieren Bungalows, die auf speziell dafuer aufgehaufte Erdhuegeln erbaut wurden, zaehlen sieben Autos. Das ist dann wie auf dem Mulholland Drive. Also wirklich.
Freitag.
Schauen uns um in Kerris Apartment: sehr balearisch, namibische Vasen und Bilder aus Zimbabwe (schade, nie wieder Rhodesien), sitzen schnell und lange auf dem Balkon, Nordseite: links das haessliche EMPORIUM-Gebaeude. Wolken. Baeume ueberall. Der Skytrain. Irgendwo in der Ferne das Grand Pacific Hotel. Robert oeffnet den australischen Weisswein, ich durchschaue die arg lesbisch angehauchte CD-Sammlung. Bonnie Tyler. Sam Browne. Doris Day. Pat Benatar. Die Auswahl faellt schwer.
Roberto und Jane besuchen wir, trinken Gin&Tonics, sprechen ueber DJ Tul und Fussball, corporate management, office space und Ferien. Werden eingeladen zum Japaner, 37. Stock. Der Aal ist nicht gut, nein. Spuelen ihn in den Magen mit Saketini.
Laufen zurueck. Schwimmen ein wenig im Pool, da ist es schon spaet.
Samstag.
The state of perpetual drunkeness.
Heute, da ziehe ich ein T-Shirt an, vorsichtig, Sonnenbrand. Drei Finger verfangen sich im niedrig haengenden Ventilator. Wir gehen dennoch ins Emporium. Kaufen die letzten Karten fuer den schwedischen Film UNMARRIED COUPLES. The 11th EU Film Festival. Robert kauft Wasser, ich halte die blutenden Finger vor mein Gesicht und sehe Annie, tippe ihr auf die Schulter. Wir wollen danach eine Zigarette rauchen. Aber dann sind da so viele Menschen, die nach unten draengen, und wir verfehlen sie.
Auf dem Weg nach Hause, auf dem expressway im Taxi, schauen wir nach hinten, durch das saubere Fenster. Ueber der Sathorn, ueber dem ranken Westin Banyan Tree, tuermt sich eine massive graue Wolke. Die Sonne strahlt dahinter. Alle Hochhaeuser in grau-gelb getaucht. Das sieht dann aus wie die Einfahrt nach Miami, vom Flughafen aus, im Sommer, vor einem tropischen Sturm.
Wir schauen aus dem Rueckfenster. Das Radio spielt Take My Breath Away.
Morgen ist Montag. Hole Jane vom ASIA BOOKS HQ ab.
TomTom the face of you - this is my religion - 16.06.02 at 14:44:34
Jeder Tag ist wie ein Wunder
überall so viel zu sehn
dach was ich am meisten wünsche
scheint so schwer zu gehn
Ich hab keine großen Sorgen
und wenn es schwer wird, schweige ich
was ich will, kann man nicht borgen
man macht es einfach ab mit sich
und trotzdem möcht ich manchmal schreien
für alles was nicht geht
ich möchte einfach schreien - schreien
und daß ihr mich versteht
Es ist nie zu spät
Es war nur ein Traum
Alles was ich sah
das war so wunderbar
Weiter gehts und immer weiter
und irgendwann bin ich dann groß
und die kleinen und die großen Sorgen
die bin ich dann nicht los
Ich werde immer weiter warten
auf meinen wunderschönen Traum
Ich kann ja jetzt schon Dinge sehen,
die andre sich nicht traun
und trotzdem möcht ich einfach schreien - schreien
und daß ihr mich versteht
Es ist nie zu spät
Es war nur ein Traum,
Alles was ich sahr, das war so wunderbar
Für mein Mottenkind, dem ich nie geglaubt habe, dass sie mich wirklich versteht - obwohl sie es die ganze Zeit getan hat!
Ich wollte dir nie weh tun!!!!
mausekind * - 16.06.02 at 14:33:51
An der linken hinteren Fußsäule entzündet wurde gegen den frühen Morgen zu ein Tyrannus Saurus Rex, Humboldtplatz. Sichergestellt : drei Zündhölzer, ein Benzinbehälter, zwei Gramm Speichelsand, ein Fußabdruck, Fahrrad, Peugot, 1958.
by Noel Noe 12-DE42 * - 16.06.02 at 09:26:44
Eating Strawberries in the Necropolis
Suppose I had ridden
naked in the Garden in the cavalcade of men
astride a sardonic gryphon, driving the roads
that wove among the dusty olive groves
and coming out on the final commanding miles
across the straight to Carmona, my companions
jouncing on leopards and dromedaries and stallions,
chimaeras and unicorns, into an afternoon sun
hung low on the blinding horizon, under
the hieratic frown of stork and peacock,
metallic dazzles flashing off the trucks,
my thighs hot on the creatures flanks
as I drove the Roman road to the rock
where Man had watched, lord of the wilderness.
Suppose I had ridden
naked all night in the Garden of Delights,
ridden around the water where the women
parleyed with ravens and egrets, ridden
till morning stood like a tree at the window.
and, waking, wanted you.
What else would I do
but walk to the poppied necropolis and sit
on a wall in the shade of the cypresses,
eating strawberries from a paper bag.
The flesh was tender, red as cactusflower.
The juices bled to stain the imperial dust.
Michael Hulse * - 16.06.02 at 01:54:16
Na, ihm.
someone * - 15.06.02 at 21:00:13
Wem?
? * - 15.06.02 at 20:47:09
"Dass es auf der Welt auch noch etwas anderes als Kühe, Dienstboten und streng einzuhaltende gesetzliche Feiertage gibt, diese Erkenntnis habe ich ihm zu verdanken."
zak - 15.06.02 at 20:13:56
Drei Stunden und siebzehn Minuten hat Joseph K., 82, im Hospiz am Fasanengarten unter weißem Leinen zugebracht. Das Tuch zur Waschung seiner Leiche von Kopf und Rumpf gezogen, ist er dann lautlos aus dem Leben gegangen.
11-5D9B
by Noel Noe 11-5D9B * - 15.06.02 at 18:56:26
Bantams are restless
Gestern beim Meuteball hatte es den Schwarzlack gegeben, was irgendwie auch verständlich war. Schwarz ist ja immer gleich besser, teurer. Wie in diesem Film, den ich aber nie zum Ende gesehen habe, weil er mir viel zu brutal war.
Sowas mag ich gar nicht haben.
Irgendwo in Niedersachsen fahren wir an einer Eisenbahnbrücke vorbei. Marc meint noch, daß ich die doch eigentlich kennen müsse. Ich mache eine unbestimmte Geste. Dann schlafe ich ganz schnell ein. Bis kurz vor Köln träume ich von Sophie Ellis, die sich aber als Lois Lane verkleidet hat, und von kalbsledernen Handschuhen.
P. Aristide - 15.06.02 at 15:53:16
ein gewisses Maß an Einzigartigkeit
ein gewisses Flair
verhältnismäßig gleichbleibend
???
? * - 15.06.02 at 15:21:56
Lege mich hinein in Entenbaum, lecke an der schuppigen Haut, lecke
ihre Wunden, Kugeln unter der Decke mit Rauch gefüllt platzen rein ins
grosse Vergnügen, die Stimme des Nachbarn wird immer leiser bis wir
sie nicht mehr hören. Beckenknochen wie Speerspitzen.
Barfuss verfliegen die Tage mit kleinen Schauern. Schaffell im Rücken am
Abend, das Feuer frisst die Zaunreste, was bleibt ihm übrig. Iwan Ganz
sagt, Vorsicht mit gefundenen Steinen, da sind böse Geister drin. Der
meint das ernst, und als er schläft frage ich Entenbaum warum der
Wahnsinn sich immer an unsere Sohlen heftet.
Die Normalität zeugt ein verrücktes Kind. Vater Metzger Mutter
Hausfrau. Kind isst nicht, läuft weg stattdessen täglich und spricht mit
den Geistern unterm Bett. Wird dann weggesperrt. Mit zehn. Stationär.
Jetzt schläft es zwischen uns, die Geister im Gepäck. Ich glaub ja eher,
das sind die Drogen. Sag ich. Was weißt Du denn. Sagt sie milde.
Lotos - 15.06.02 at 14:40:26