Textasy Archiv #01 (April 2000)
Ob's wohl jetzt geht ???
Janosch ,Leipzig , Fri Mar 31 06:09:55 2000
zarteste Versuchung
MARiO ,lipsitown , Fri Mar 31 08:43:22 2000
Eine Nachricht von Janosch...
Grüße,
Janosch
Janosch ,Leipzig , Mon Apr 3 10:50:02 2000
Worum solls denn nun gehen ?
Anke ,Leipzig , Tue Apr 4 11:28:47 2000
Tagebuch, Dienstag, 4.04.2000....heute morgen mit einem erstaunlich guten Gefühl
aufgewacht, obwohl mein Leben im Moment zumindest in Teilbereichen ein einziges
Fiasko zu sein scheint. Aber immer wieder Begegnungen mit lieben Menschen, die
mir deutlich machen, wofür es sich doch zu leben lohnt: zum Beispiel ein Lächeln
in der Tram zu erhaschen, ein altes Ehepaar Hand in Hand, ein Punk auf seinem
BMX-Bike mit einem Beutel Orangen in der Linken...und dann die Sonne, heute
zwar schon wieder schüchtern hinter Wolken versteckt, aber in den letzten Tagen
doch so großzügig mit ihren Strahlen. Bin dieses triste Wetter doch so sehr
satt, will nicht nur im Zimmer hocken...Handys. Obwohl ich selber eine von diesen
sturen Handy-Hasserinnen bin, muß ich doch zugeben, daß es mir Freude macht,
kostenlose sms zu verschicken, wenn auch nur an eine bestimmte Person. Aber
zu sehen, daß es ihm den Tag verschönert, wenn ich ihm eine dieser neuen modischen
Nachrichten auf sein (in seinem Falle sehr wohl notwendiges) Handy schicke,
bin ich immer wieder glücklich. Schizophren? Vermutlich, wie so vieles in meinem
Leben in den letzten Wochen.
alannis ,Leipzig , Tue Apr 4 11:42:12 2000
- Hallo Horst! Bist du's? Hier ist Karl.
- Ja?
- Äh, ich hoffe, ich störe nicht, aber mir ist echt etwas ziemlich blödes passiert.
- Ja?
- Also, ich komm gestern Nacht nach Hause, ziemlich betrunken, und seh diese
Werbung für diese Telefonsexnummern. Naia, denk ich, is ja nix dabei, braucht
ja keiner zu erfahren, rufst da halt mal an, legst dich ins Bett und dann mal
schön zuhöm, ne.
- Ja?
- Was ja? Bin natürlich sofort nach den ersten Sätzen eingeschlafen. Mann, ich
muß bestimmt 12 Stunden in eins durchgeratzt haben. Und wie ich grad aufwache,
den Hörer immer noch inne Hand, und dadrin so'n Plätschern und eine Frauenstimme,
die immer sagt naß, naß, naß, wußte ich natürlich sofort, daß ich ziemlich große
Scheiße gebaut hatte.
- Ja?
- Ja. Du, sag mal, kannst du mir'n bißchen Geld leihen?
horst ,@ salbader-town , Tue Apr 4 17:13:58 2000
Als der pubertierende Jesus einmal seinen Vater, den Zimmermann Josef, fragte,
woher denn wohl die kleinen Babies kämen, geriet dieser in große Verlegenheit.
Doch der schüchterne Handwerker wußte sich zu helfen indem er erklärte, alle
Menschen seien von Gott geschaffen.
Das etwas einfältige Kind gab von nun an stets Gott als seinen Erzeuger an und
damit dem Judentum eine neue Wendung.
K.Bistroj ,salbader-town , Wed Apr 5 12:01:09 2000
Dieser Kommentar ist vielleicht in der Schrift "Courier"
MARiO ,the-real-world.de , Wed Apr 5 14:43:42 2000
"Courier">Neuer Versuch
MARiO ,the-real-world.de , Wed Apr 5 14:45:22 2000
i sing the body electric,
the armies of those i love engirth me and i engirth them,
they will not let me off till i go with tehm, respond to them,
and discorurupt them, and charge them full with the charge of the soul.
walt whitman.
PS: vergeßt die verschiedenen Schriften. So geht es doch auch oder ?
MARiO ,@the-real-world.de , Wed Apr 5 14:49:14 2000
Tagebuch, Donnerstag, 06.04.2000, 01.08h morgens
Sollte die erste Geschichte unter meinem letzten Tagebucheintrag etwa irgendeinen
Bezug zu meinem Job darstellen? Naja, ich lächle still und denke mir meinen
Teil. Die Uhrzeit zeigt, was mein Problem in diesen Tagen ist...ich mache die
Nächte zu Tagen und die Tage - leider manchmal - zur Nacht. Habe doch glatt
die so wertvolle Rewe-Vorlesung gestern geschwänzt...und habe ein urst schlechtes
Gewissen...;-) Nein, mal im Ernst - ich bin ein nachtaktives Frauchen, aber
so langsam....Dieses Wochendende werde ich zum ersten Mal seit Neujahr wieder
zu meinen Lieben ins Ruhrgebiet fahren - meine Mom feiert ihren Geburtstag,
die ganze Familie trifft sich. Ein schöner Anlaß, und so langsam machte sich
bei mir auch Heimweh breit. Liebe Freunde endlich mal wiedersehen, meinen allerliebsten
Schatz Paul den Kater mal wieder knuddeln können, darauf freue ich mich sehr....
alannis ,Leipzig , Thu Apr 6 01:08:31 2000
My Mind
How many hours have I waited for you?
How many lies did I hear from you?
How often will you tell me, that you love me?
How often will you force me to?
It all smells like these bitter tears I cry still
It hurts too much, I must stop it
It seems as if I can`t live with it
It reminds me of better times in past
My mind is like a box that you should handle with care, but you beat up my heart
and this is much too much to bear; my mind is like a box that you should handle
with care, but you beat up my heart and this is much too much too much too much
to bear...
Be honest even though it may hurt
Be the person, that you want to be....but...
Be it please, far away from me
Be it please far away
Will you ever change your behaviour?
Will you ever learn to be friendly?
Will you ever be the person I need?
Will you ever be the person I need?
My mind is like a box....
Words by C.S. and L.H. 1999
alannis ,Leipzig , Thu Apr 6 01:15:25 2000
Also Leuts...das da oben ist ein Songtext, den ich gemeinsam mit einem Freund
im letzten Jahr geschrieben habe - aufgrund der derzeitigen Situation zwischen
uns hab ich diesen Song ständig im Kopf - wollte euch teilhaben lassen daran....
alannis ,Leipzig , Thu Apr 6 01:18:56 2000
>>Sucht ?<<
Das stetig wiederkehrende Verlangen überfällt
weniger das Fleisch, sondern gänzlich den Geist
weitet sich aus, nistet sich ein,
übernimmt alsbald Kommando
trillt die Zentrale,
bis sie gefügig greift ------------------------------------------------------->
zur Waffe
dem Wort.
NICI ,Leipzig , Thu Apr 6 12:45:10 2000
Glücklich bin ich, wenn jemand glücklich ist, den ich liebe...
Jap. Sprichwort
alannis ,Leipzig , Fri Apr 7 00:19:30 2000
Diesen Text habe ich unlängst wieder gefunden. Sofort kamen mir die letzten
Szenen aus dem Kinostreifen "American Beauty" in den Sinn...
Andreas Scheffler "Glück"
Als der junge K. seinen Verlobungsring, der ihm erst am Abend zuvor von seiner
Geliebten angesteckt worden und welcher ihm nun vom Finger gerutscht war, zwischen
den U-Bahn-Gleisen wiederzufinden suchte, wurde er von einem plötzlich einfahrenden
Zug überrollt und war augenblicklich tot.
Dieses war dem jungen K. für diesen Lebensakt der günstigste Moment, weil es
der glücklichste war. Gewiß, K. hätte in den nächsten Monaten, vielleicht Jahren,
noch viele glückliche Momente erlebt, hätte sich in Leidenschaft und Liebe gewälzt.
Doch niemals mehr wäre ihm dieser einzigartige Augenblick, von dem er selbst
sagte, es wäre der glücklichste seines Lebens, wiederbegegnet. Die Zukunft mag
eine Steigerung bereitgehalten haben; allein für ihn war es dieser Moment. Er
war dem Glück verfallen wie einer Droge, und hätten ihm ungünstige Wendungen
dieses entzogen, wäre ihm der plötzliche Mangel unerträglich gewesen.
K. starb am Tag nach seiner Verlobung, als er das Symbol seines machtvollen
Glücks, den Ring, unter den Schottersteinen der U-Bahn-Gleise hervorholen wollte.
Nichts ist dem emotional Aufgewühlten wichtiger als Symbole. K. hatte es beinahe
erreicht und starb mit einem Lächeln.
MARiO lesend ,lipsitown , Fri Apr 7 14:50:10 2000
Aus gegebenen Anlaß, habe ich einen weiteren Zugang zu textasy über die Seite
"www.the-real-world.de" eingerichtet. Der Link über die Startseite
des Studienganges ist nicht mehr erwünscht gewesen (Es wird wahrscheinlich auf
eine Verbannung auf die Studenten- Homepage- Seite hinauslaufen).
Der alte Zugang bleibt ungeachtet dessen immer noch weiter über "www.htwk-leipzig.de/bum/student/textasy"
möglich.
Ich hoffe das stört Euch alles nicht...
wie ein verlorener Klick durch den Rinnstein des Netzes treibend...
MARiO ,immer noch lipsitown , Fri Apr 7 15:07:50 2000
Wer verbietet denn solch eine gute Seite ? Etwa die Hochschule ? Fällt das nicht
unter Pressefreiheit, Meinungsfreiheit... -freiheit ?
Anke ,Leipzig , Mon Apr 10 13:29:35 2000
Am Freitag (7. April) hat es geKRACHT in Leipzig. Die Literaturzeitschrift EDiT
und der grüne Salon (Schaubühne Lindenfels L.E.) hatten zur Buch-Lesung von
Christians "gelben Bleistift" geladen.
Bis auf eine beinah Selbstverbrennung von Christian Kracht beim Zigarettenanzünden
(kurz nach der Vorstellung des Autors und dem kurzen Hinweis eines Rauchverbotes
- der schlechten Luft wegen - entzündete sich das Feuerzeug von CK nach zweimaliger
Betätigung mit einer Stichflamme...("grins", wer da nicht ans Schicksal
glaubt... ??), verlief die Lesung im monotonen Einklang.
Die Textbeispiele waren gut gewählt (später vielleicht mal eine ganz persönliche
Stichprobe...) und kamen gut an. Das Publikum war geduldig und lauschte dem
braungebrannten knabenhaft aussehenden CK.
Viele Fragen blieben am Ende leider unbeantwortet, entzog sich doch der Bleistiftschreiber
mit dem Satz, "Danke Leipzig" und stand auf. Der Dankeskuss - beidseitig
geplant - mit Rosenübergabe glückte leider nicht ganz. Einseitig und etwas wackelig
(lag es an seiner Art zu küssen oder doch an den vielen Füßen, die ihm im Weg
lagen ?!? - wer weiß...).
Ansonsten ein rundum zufriedener Auftakt für ein schönes Wochenende...
MARiO, Sonne tankend ,lipsitown... , Mon Apr 10 14:21:12 2000
Anke, es wird immer wieder Leute geben, denen Kreativität in jeglicher Form
ein Dorn im Auge ist...aber wir werden uns wehren, denke ich mal.
alannis ,Leipzig , Mon Apr 10 23:09:28 2000
Wenn der Protest losgeht, bin ich auf jeden Fall dabei. Also schlagt laut Alarm
!!!
Anke ,Leipzig , Tue Apr 11 08:00:38 2000
Tagebuch, Dienstag, 11.04.2000...seit gestern abend wieder aus dem Pott zurück,
der Verwandtenertrag-Pegel lag schon am Sonntag bei mir Unterkante Oberlippe
- aber dennoch ein schönes Wochenende im Kreise meiner Familie. Kater Paul,
inzwischen bald stolze 18 Jahre alt ist erschreckend dünn geworden (wer ihn
kennt, weiß, wie krass das ist) und grau - aber dennoch der Alte...so habe ich
wieder einmal viele Katzenhaare mit zurück nach Leipzig gebracht. Und natürlich,
wie soll es anders sein, hat meine Mom mir mal wieder heimlich was in den Rucksack
gesteckt - ein paar Kleinigkeiten für Ostern...thanx to Mumin an dieser Stelle
mal...perfektes Catering!
Die Sonne lacht draußen, in mir drinnen weniger - aber diese Geschichte ist
zu kompliziert, um sie auch nur in Ansätzen richtig erzählen oder schreiben
zu können. Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, und ich bin wohl bald aus
diesem Tunnel raus....mein Bruder und seine Frau sind nun auch stolze Handy-Besitzer,
ebenso mein Onkel Jimminy....und bald wohl auch meine Eltern...was soll ich
dazu noch sagen? Ich weigere mich standhaft...;-)
alannis ,Leipzig, B-B-Straße , Tue Apr 11 11:40:23 2000
the early bird catch the worm...
jaja welch schäbisch-philosophische weißheit steckt doch in diesem kleinen Satz.
Zwei Tage im Schwabenländle haben uns mal wieder gezeigt, wo der Hammer im Marketing
hängt. Zwei Tage zu Besuch beim größten Buchbranchenlogistiker (KNOe) glichen
teilweise - auch wenn es ausdrücklich am Anfang betonend verneint wurde - einer
riesigen Werbeverkaufsveranstaltung. Großzügig wurden längst bekannte Informationen
verteilt und lieb gelächelt. Würden Vater und Sohn des Familienbetriebes nicht
exestieren, würde es diese Veranstaltung nicht geben. Denn nichts ist lästiger
als immer kritisierende und besserwissende Hochschüler und das gleich viermal
im Jahr. Das Personal litt nicht nur unter unseren Fragen, sondern auch unter
den gewichtigen Patriarchen, der es sich am ersten Tag natürlich nicht nehmen
ließ, sein Hobby - "Sturm und Drang" in Musik und Literatur freudestrahlend
und zusammenhanglos zum Besten zu geben (wenn ihn schon keiner aus seinem Laden
dabei zuhört...).
Da steht nun auf der einen Seite dieser Satz von Voerster-Junior, der das Verhältnis
zwischen Vogel und Wurm, Jäger und Gejagten, pardon Händler und Kunden beschreibt
und auf der anderen unser Patriarch - Voerster Senior, der Sabine *(* Namen
geändert) vor uns allen, zur niederen Handlangerin degradiert und Sie auf der
Bühne hin und her scheucht um uns wertvolle Erstausgaben von Goethe, Schiller
und Freunden aufgeschlagen zu präsentieren...
Aber nicht nur von würmerfangendem Vögeln konnte uns Junior berichten sondern
auch von netten Zusatznützlichkeiten wie 140 Mark teuren Krawatten, die sich
doch lohnen würden, einfach so zu einem Buch dazuzuverkaufen.
Wenn ich das jetzt etwas überspitzt schreibe, dann liegt das sicher an dem vielen
Wein, den zwei drei Monate alten Ferkeln aufgespießt durch Aug und Hintern,
der Zwangsmischung der Teilnehmer ("an jedem Tisch bitte einen Platz frei
lassen für einen KNOe- Mitarbeiter...und das gilt besonders für die Leipziger,
die doch so gerne zum klüngeln neigen, nicht wahr ?!?") und dem fantastischem
Blick vom Lichtenberger Burgturm auf das verträumte Schwabenländle der das Ende
des ersten Tag bedeutete.
Am Tag zwei war die Stunde fürs Eingemachte gekommen. Jeder aus der gesamten
Führungsebene mußte seinen Beitrag leisten. Ob nun bei Führungen oder Vorträgen.
Und wer nicht geführt oder erzählt hatte, hörte zu und beobachtete fleißig.
Hier ist nur die Frage wer wurde denn nun beobachtet. Wir ? Oder der oder die
jenige die sich fleißig und wacker uns gegenüber geschlagen haben ? Ich glaube
nicht das es heute gleich einen Tag später zu personellen Konsequenzen geführt
hat, aber der Streß gestern muß unbeschreiblich gewesen sein.
Ansonsten natürlich vieleviele Bücher, einzeln, auf Paletten, eingeschweist,
in roten, grauen, blauen Kisten, oder nackt. Viel Staub. Und viele Mitarbeiter
die zwar täglich mit Tonnen von Büchern hantieren, aber sonst zu Hause nur ein
Telefonbuch zu liegen haben...
Auf jeden Fall weiß ich jetzt wieder einmal mehr, was und wohin ich nicht will.
Trotzdem sehr viel Spaß gehabt und ein fettes Dankeschön nach Stuttgart. Bis
zum nächsten Mal, wenn es wieder schallt, SAU TOT HERR VOERSTER. Danke und tschüsssssssss.
anyone BV98/4 HTWK ,back in lipsitown , Fri Apr 14 15:54:51 2000
Blonde kurze strubblige Haare, mit einer etwas zu engen braunen Nickelbrille,
im grauen Mantel gehüllt und "Spinnrad"-Öko-tüte. Unberührt vom Fleische
des Rindes und der Wolllust, saß sie da. Ihr Blick wechselte suchend und doch
abwesend von Ihren Einkäufen zu einem Punkt jenseits der Gedankenwelt.
MARiO, Straba Nr.11 ,L.E. Hauptbahnhof , Fri Apr 14 18:59:17 2000
Ich liebe es, Busse zu immer ein und dem selben Zeitpunkt zu benutzen. Oft die
selben Gesichter und immer der Versuchung nah, sich "Guten Tag" zu
sagen. Heute wieder die beiden Hauptschüler. Beide gehen in die selbe Klasse,
aber politisch trennen Sie Welten. Wahre Hasstriaden warfen sie sich wieder
an den Kopf. Beim ersten Mal habe ich noch gedacht, alles festhalten, gleich
platzt die Bombe. Aber nachdem Sie heute das dritte Mal in meiner Gegenwart
verbal aufeinander zugegangen sind, glaube ich fast, die beiden spielen
feinstes Theater.
MARiO, grinsend ,lipsitown , Fri Apr 14 19:00:23 2000
Dünn, brauner Ledermantel mit dreckigbraunen Schafspelzbesatz, lilarotem Samtminirock
passend zum üppigen farbgleichem Pagenhaarschnitt und extremkurzem Ponny.
Zwischen mal rechts, mal links einknickenden Beinen klemmt eine graue A0-Kunstmappe.
Egal wo sie jetzt hinfährt, Sie wird zu spät kommen...
MARiO wieder tram 11 ,L.E. Hauptbahnhof , Sun Apr 16 12:09:06 2000
Liebe
Und wir trinken immer noch ohne Verstand. Früher wurde mir mal vorgeworfen,
ich sei zu traege, heute kann ich wirklich nimmer, aber wirklich gar nimmer.
Mensch, das ist halt doch alles kein Sonntagsspaziergang mehr, wenn man mal
jenseits der 22 ist. Am Samstag abend war grosse WG Party (befreundete WG).
Und der Wein war billig und das Bier alle, bot mir ein Freund eine Flasche Sprudel
an, ich denke, ach Du Scheisse, so hast du dir den Abend auch nicht vorgestellt,
nehm nen Schluck, und Schwups war der Mund voll Vodka, aber so richtig voll,
und dann wurde es doch noch ganz lustig. Von zwei bis sechs getanzt, frueher
wurde mir mal vorgeworfen, ich sei zu traege, gestern war ichs wirklich. Nur
nachmittags zwei Stunden in die Sonne, zum lesen, zum A. S. lesen (wenn auch
eins der kleineren) und lesen und dösen, na Sonntag nachmittag halt, danach
zum Hauptbahnhof, und da wurde es mir auf einmal dermassen schwindlig, ich denk
mir Sonnenstich, kauf mit Müh und Not mein Abendbrotbaguette und zur Erfrischung
ein kleines trockenes Stückchen Rührkuchen, rein damit, rein in die Strabse,
immer der Sonn entgegen, ich kann sie nicht mehr sehen, das Mistvieh, hat mir
nen Stich verpasst, mir is so schlecht, so schwindlig, heim, Schlafversuch,
war nichts, zuhause anrufen, Mama hat sichs Bein gebrochen, nichts schlimmes,
aber halt, war aber schon vor einer Woche, denk ich mir auch, hastde es mal
wieder schön übertrieben mit dem Nichtmelden, aber trotzdem sind alle glücklich,
dann weiter zum M., Flyer für die Party machen, sitzen also zwei so Spezialisten
vor diesem Bildschirm, der eine ohne Ideen, der andere ohne technisches Einfühlungsvermögen
und hampeln ne halbe Stunde wegen des Hintergrundes rum, um dann festzustellen,
dass der wohl eh weiß bleiben wird, na weiter, habens also fast geschafft, in
kaum drei Stunden, bin gespannt, wies aussieht. Dann bin ich nach Hause gelaufen,
hab mir einen Tee gekocht, und meine Zähne geputzt. Dann hab ich mir meinen
Schlafanzug angezogen, und dann hab ich mich ins Bett gelegt. Dann habe ich
noch etwas gelesen, und dann habe ich das Licht ausgemacht. Dann habe ich schnell
das Licht wieder angemacht, weil ich mir überlegt habe, dass ich wohl doch wohl
lieber eher etwas später aufstehen würde wollen und darum habe ich deshalb noch
schnell den Wecker wieder auf etwas später gestellt, damit er nicht so früh
klingelt. Dann hab ich also auch das Licht wieder ausgemacht und hab mich in
meine Windeln gewickelt und in meine Krippe gelegt, neben einem Ochsen und einem
Esel und hab gehofft, dass ich vor Sonntag nicht mehr auferstehen werden müsse.
Aber heute morgen bin ich wieder aufgestanden, weil der Wecker, zwar später,
aber doch wirklich auch noch geklingelt hat das, das Mistvieh, ich raus, schon
wieder Zähne putzen, manchmal kommt einem das ja so vor, als ob man seine Zähne
sehr oft putzen würde, als ob man eigentlich das Zähneputzen nur durch ein bißchen
Tag und ein bißchen Schlaf unterbrechen würde und im Grunde eigentlich doch
eher die ganze Zeit am Zähneputzen sei. Auch hab ich mich gewaschen und geduscht,
kurz oder langes u, verstehen tuts jeder, gefrühstückt, mit zwei Mitbewohnern,
Du kennst das ja, nicht das Frühstücken, aber das mit den Mitbewohnern, die
lesen immer, morgens und abends, und meistens auch während des Zähneputzens,
setz ich mich daneben, was bleibt mir übrig, und versuche zu frühstücken, aber
die mit ihrer penetranten Anti-Sprech-Haltung machen einen ganz nervös, versuch
ich ein Gespräch, wurde mir aber schnell klar, nichts zu machen, also Sachen
packen und ab in die Fachhochsonderhauptschule zum Englischkundeunterricht,
keine Hausaufgaben aber jedesmal der feste Wunsch, diesmal schaffst dus, und
jedesmal wieder die Enttäuschung wegstecken müssen, mittlerweile bin ich ja
besser im Enttäuschung wegstecken, als im vornehmen, ich kann also bereits Sachen
enttäuschungslos wegstecken, die ich mir noch gar nicht vorgenommen habe. Freitag
nacht um halb zwei sei in meinem Zimmer Licht gewesen, hat mir eine Kommilitonin
erzählt, die fährt immer Haltestelle L., und ich sag immer wenn sie sagt, in
meinem Zimmer sei noch Licht gewesen, sie soll doch noch kurz hochkommen, kleines
Fass aufmachen, aber immer sagt sie nur es sei noch Licht gewesen. Jetzt ist
das ja dritter Stock, aber die Musik hätte man trotzdem gehört, Madonna mit
Kratzer, und die ganze Haltestelle wäre dagestanden und hätte gesehen, dass
da noch Licht ist, aber ausser ihr hat mich keiner gekannt, hochgekuckt haben
sie trotzdem alle und gehört dass da noch Musik ist, hätt ich ja nicht gedacht.
Aber ich hab mir gesagt ach du scheisse, muss ich nächstesmal die Musik leiser
stellen und das Licht dunkler, sonst kommen die am Ende doch noch irgendwann
rauf, wos doch da immer so helles Licht und so laute Musik gibt. Ich wünsch
Dir schöne Ostern.
y x
xyz ,le , Mon Apr 17 14:01:22 2000
Ach Mitschi...Du bist und bleibst echt einer der Besten...;-)
alannis ,Leipzig , Mon Apr 17 22:30:08 2000
Tagebuch, Montag, 17.04.2000...ein schöner ruhiger Abend nach einem angenehm
anstrengenden Wochenende...lasse meinen Gedanken mal wieder freien Lauf, höre
schöne Musik (Jaja, die "Bloodflowers" von The Cure, wasauchsonst...;-)...zu
spät zur Vorlesung zu kommen, dann auch noch frech in der Vorlesung ein Eis
schlabbern....das hat Stil und macht mich glücklich...und wenn man das dann
auch nicht alleine macht, ist es doppelt so gut....gestern abend/nacht in Berlin,
direkt an der Spree....es hatte schon fast etwas vom Sommer, auf den ich mich
in diesem Jahr besonders freue....vielleicht, weil ich ja jetzt so nah am Park
wohne?.....das Leben meint es im Moment sehr gut mit mir....
alannis ,Leipzig , Mon Apr 17 22:33:42 2000
Jäger der verlorenen Daten
Wir jagten sie über die Datenautobahn. Das Mayday Banner flatterte voran. Der
Navigator wies uns den Weg. Wir surften durch dunkle Hat Rooms und riesige vierfarblaserlichtdurchflutete
Kuppeln. Schnell hinterher. Langsam kamen wir ihnen näher. Es war Nacht. "
Bist du im "word", oder einem anderen Programm?". Unsere Suchscheinwerfer
scannten die Umwelt. Wir versuchten einen paar dicken Käfern auszuweiche, die
auf Paarungsschau unseren Weg kreuzten. Schließlich erschien unser Target im
Fadenkreuz. Ein paar hektische Mausbewegungen. " Download, download"
schreit der Navigator. Dann sind sie im Netz und wir pullen sie an Bord. Jetzt
laden wir unsere Batterien und füllen unsere Datenspeicher mit fetter und frischer
Beute. Nicht nur Flensburg und das BKA, auch wir haben sie da. Daten, Daten,
Daten. Wir formatieren sie neu. Ein paar kleinere Bugs sind auch ins Netz gegangen.
"Die können wir als Köder verwenden", sagt der Explorer und wirft
sie beiläufig in einen anderen
Korb. Neue Kontexte und Bedeutungen erscheinen uns wie Zeichen am Himmel. Während
der Navigator den "Save as recorded"-Befehl gibt, geht ein Zucken,
eine Energiefluktuation durchs World Wide Web. Im Pentagon und bei der NASA
springen ein paar Systembetreuer im fahlen Licht ihrer Monitore im Dreieck.
"Das darf ja wohl nicht war sein." ruft ein Langhaariger im weißen
Kittel, der so aussieht wie einer von den Chemical Brothers und ein Vollbärtiger
mit Harley Davidson Shirt und "New York Knics"-Base Cap sagt kopfschüttelnd:
"... also soviel zum Thema Star Wars". Ein "System Error"-Lämpchen
blinkt wie verrückt rot und etwas antiquiert im Hintergrund. Ein Warnsignal
summt gleichmäßig um die ein Kilohertz.
Für einen Moment entsteht Irritation. Aus der Systemirritation ensteht neue
Information. Dann
schwingen die Daten ein paar Sekunden im Gleichklang. Unsere Füße klopfen einen
neuen Beat.Die Bits per Minute der Datenübertragung geben uns den Takt. Wir
fahren stromaufwärts Richtung Quelle. Plötzlich pfeifen wir eine seltsame, neue
Melodie. "Wo kam die eigentlich noch her?"
We call it Datapop.
MARiO@mayday.de ,L.E. -> Dortmund... , Tue Apr 18 12:45:14 2000
Krachend blitzt donnernd der Regen hernieder. Die Tage waren lau - schon die
ganze lange Weile über. Der Blitzableiter dieser Räume könnten die Computer
sein. Ich habe jetzt Info. Vielleicht bringt es mehr Leben in die Rechner. Eventuell
auch in den vortragenden. STROMSTÖßE.
Anke ,Leipzig , Wed Apr 19 07:40:02 2000
Die Wohnung
Schon als sie das erste Mal die Wohnung betraten, wußte sie, das es die Wohnung
war, nach der sie in all den Wochen gesucht hatten. Vor ihnen erstreckte sich
eine große Halle, in deren Mitte eine breite Treppe in das obere Stockwerk führte.
Als sie gemeinsam nach oben gingen, traute sie ihren Augen kaum. Das Schlafzimmer
war riesengroß, durch unzählige Fenster fiel das helle Sonnenlicht, an der einen
Seite waren Vorhänge angebracht, hinter denen sie weitere Räume vermutete. "Der
Makler sprach noch von einer Dachterrasse, die sollten wir uns auch unbedingt
ansehen." sagte er. Während sie die Treppe hinuntergingen, zählten sie
sich gegenseitig die Gründe auf, warum es diese Wohnung nicht sein könnte. "Das
Haus liegt doch an einer Hauptstrasse, vermutlich kann man es vor lauter Lärm
gar nicht auf der Terrasse aushalten." vermutete sie. Er nickte, und fügte
hinzu, daß er bemerkt hätte, daß genau gegenüber auch ein Haus lag, und wahrscheinlich
würde man sich doch sehr beobachtet fühlen. Doch als sie dann auf die Dachterrasse
traten, stellten sie fest, daß von dem Verkehrslärm kaum etwas zu hören war,
da die Wohnung sehr weit oben lag. Und rings um die Dachterrasse standen kleine
Bäume als Sichtschutz. Ihr fiel ein, daß Freunde davon gesprochen hatten, daß
sie die Wohnung im Haus gegenüber mieten wollten. Vor ihrem inneren Auge entstanden
gemeinsame Sommerabende auf der Terrasse, mit Musik, Wein und entspannten Gesprächen.
"Das ist die beste Wohnung, die wir bisher gesehen haben. Und leisten können
wir sie uns auch. Du könntest im nächsten Jahr hier einziehen, wenn Du sowieso
aus Deiner Wohnung ausziehen musst." sagte er zu ihr, während er sie in
den Arm nahm. Sie nickte. Waren die Probleme, die sie sich gegenseitig wegen
dieser Wohnung einzureden versuchten, vielleicht nur vorgeschoben? Vielleicht
war es vielmehr die Angst davor, eine so große Entscheidung zu treffen? Gemeinsam
überlegten sie, daß sie ihren Eltern noch nicht von der gemeinsamen Wohnung
erzählen wollten und lachten dabei wie kleine Kinder, die einen Streich ausheckten.
Als sie durch die große Eingangshalle Richtung Tür gingen, fiel ihr ein, daß
sie noch schnell auf Toilette gehen wollte. ,Ärgerlich, oben habe ich gar
keine Toilette gesehen, ich habe keine Lust, nachts hier herunter gehen zu müssen,
wo ich doch Angst vor der Dunkelheit habe...und kalt ist es bestimmt auch.'
dachte sie. Zu ihm gewandt überlegte sie laut: "Ich gehe noch mal nach
oben, vielleicht ist da ja doch eine Toilette, und wir haben wir sie nur übersehen."
Während sie die Treppe nach oben ging, fielen ihr wieder die Vorhänge ein, hinter
denen sie ja noch weitere Räume vermutet hatte. Als sie den ersten Vorhang zur
Seite schob, kam dahinter eine Tür zum Vorschein. Als sie die Tür öffnete, fiel
das Licht in ein kleines Bad mit Badewanne und einer Toilette, sehr karg eingerichtet,
wohl eher als Gästebad gedacht. Neugierig geworden öffnete sie die zweite Tür
hinter einem weiteren Vorhang, und betrat ein großzügig eingerichtetes Badezimmer
mit Whirlpool, Waschbecken und Dusche. Wunderschöne Fliesen zierten den Boden,
und beim Anblick des Whirlpools fuhren ihr einige angenehme Gedanken durch den
Kopf. Auf dem Rand des Whirlpools entdeckte sie eine lavendelfarbene Haarbürste.
Die hatten die Vormieter wohl dort vergessen. Sie nahm die Bürste in die Hand,
und plötzlich schien es ihr, als ob es ihr nicht gestattet wäre, diese Bürste
zu berühren oder in dieser Wohnung zu wohnen.
Ein paar Tage später fuhren sie gemeinsam in einen Kurzurlaub. Während eines
verregneten Abends trennten sie sich. Wenn sie später etwas lavendelfarbenes
in die Hand nahm oder einen ähnlich verregneten Sommerabend erlebte, mußte sie
immer wieder an diese Wohnung denken. Hatte sie ihm einfach nur ihre Liebe nicht
bedingungslos geben wollen?
alannis ,Schweinebackenroom , Wed Apr 19 16:31:40 2000
heute morgen /
früh um fünf /
habe ich im traum /
auf einer wiese /
unterm baum /
ein schönes fremdes mädchen gestreichelt /
die sonne schien /
der wind wehte angenehm /
wir lächelten /
aufgewacht, mit ,Sonne im Herzen , Thu Apr 27 09:37:16 2000
Willkommen zu einer neuen Ausgabe von amazing reality discovery study (oder
so ähnlich...)
Seit zwei Jahren gibt es neue U-Bahnen auf der Linie 5 und Line 8 in Berlin.
Sie sind nicht nur schön Neongelb, sonder auch im ganzen Stück, vom ersten bis
zum letzten Wagen begehbar, ohne den Zug zu verlassen.
Endlich sind durch dies hervorragenden Eigenschaften, alle physikalischen Gesetzmäßigkeiten
der Mechanik, Schwerkraft und Optik durchführbar.
EXPERIMENT 1: ohne festhalten im U-Bahn-Zug mitsurfen und durchschütteln lassen.
Wer es nicht schafft stehen zu bleiben, fliegt raus (!! nur symbolisch, liebe
Kindaas !!)
EXPERIMENT 2: Der Klimmzug, bei Nichgelingen, Überlegung zur Änderung der Experimentieranordnung
(d.h. ab ins Fitneßstudio oder abspecken...)
EXPERIMENT 3a): !! JETZT NEU !! IM Zug in Fahrtrichtung mitrennen (von hinten
nach vorn also, liebe Kindaas...). Ziel: Schneller von A nach B kommen, während
sich C mit konstanter Geschwindigkeit bewegt.
EXPERIMENT 3b): !! JETZT NEU !! Im Zug entgegengesetzt der Fahrtrichtung mitlaufen
(von vorn nach hinten, ahmm....). Also trotz der Bewegung von C, Ort D nicht
verlassen (A -> B).
ANMERKUNG zu 3a) und 3b): Beide Experimente sind wichtig für den Nachweis der
Relativitätstheorie
EXPERIMENT 4: Der ooptische Tunnelblick (früher ein Privileg des Zugführers)
!! JETZT NEU !! Positionierung am Anfang oder Ende des Zuges. Jetzt die Augen
zusammenkneifen (wie damals bei den 3D-Bildern...) und das Ganze bei rasanten
Kurvenfahrten auf sich wirken lassen. Besonders empfehlenswert: U5 zwischen
Straußberger Platz und Magdalenenstr. und U8 zwischen Osloer Str. und Karl-Bonhoeffers-Nervenklinik
(Bonie´s Ranch...). Aber !! Bitte im Zug festhalten, da Schwindelgefühle nicht
auszuschließen sind. Schwangere oder Personen mit zu hohem oder zu niedriegen
Blutdruck oder Personen die zu epiletischen Anfällen neigen, sollten von diesem
Experiment abstand nehmen.
Und nächste Woche: wie bringe ich alte TATRA-Straßenbahnwagen durch rythmische
Hüpfbewegungen zum angenehmen Schwingen...
"Bis dann" sagt Euer MARiO "Bis dann"
MARiO ,L.E.-BERLIN-L.E. , Thu Apr 27 09:56:48 2000
...bin gerade mal aus dem LOOP getragen worden und hier aufgeschlagen.
Da stellen sich gleich ein paar Fragen:
1. Darf man hier nur reinschreiben, wenn man aus Leipzig kommt?
2. Ich war zweimal in Leipzig und fand es superprima. Ist das eine Täuschung
oder ist Leipzig tatsächlich superprima?
3. Gibt es hier Sinn, Zweck und Ziel oder ist das Schreiben hier sinnlos, zwecklos
und ziellos?
Um Antworten dankbar....
Corvus. ,Berlin,nicht Leipzig , Thu Apr 27 17:25:10 2000
Hey Corvus (was für ein Name!;-)
zu 1.) Du darfst natürlich auch reinschreiben, wenn Du nicht aus dem wunderschönen
Leipzig kommst, besonders Berliner Schnauzen sind uns immer herzlich willkommen...
zu 2.) Es ist KEINE Täuschung. Leipzig ist nicht nur superprima, sondern urst
genial. Alles klar?!
zu 3.) Sinn? Häh? ;-) Der Sinn ist, hier seinen Gedanken freien Lauf lassen
zu können....Texte der Öffentlichkeit zu präsentieren, die Dich bewegen....whatever....also...herzlich
willkommen!
alannis ,Leipzig , Fri Apr 28 10:37:07 2000
Ja, Mario... Congrats! Eine hübsche Site, das muss ich schon sagen...
gHack ,Nihilist City , Fri Apr 28 14:54:08 2000
...dankt für die nette begrüßung.
...hat gerade mario's reklame für textasy im pooloop gelesen und ist mal so
ganz entspannt gespannt, ob sich hier mal einer verliert (da geht es um das
coolnessgefälle)
...würde gerne weiter vorbeischauen, gerade wenn es hier weiter um u-/s-/straßenbahnfahrten
geht. das ist ein grandioses thema. klang, geruch, bewegung, sicht. nicht vergessen:
das warten.
die linien sind die längen- und breitengrade einer stadt. s-bahn linien laufen
zumeist in ost-west-richtung, u-bahnen sind an nord-süd-achsen orientiert. der
exakte chronometer war die bedingung für eine exakte bestimmung des längengrads.
...schönes wochenende + tagderarbeit
gruß
Corvus. ,Berlin , Fri Apr 28 15:04:36 2000
nachtrag:
ups, gHack ist auch mal hier gelandet.
wie nett,
bis dann mal...
Corvus. ,Berlin , Fri Apr 28 15:07:06 2000
oh ho. die alternative zum loop ?
ich lass mich überraschen.
JDM ,virtuell , Fri Apr 28 15:59:38 2000
Geht das?
Schreiben?
Warum sieht das aus wie pool und ist schlechter als loop?
SASA ,Berlin , Fri Apr 28 17:00:06 2000
Kurze Reise, harte Landung.
Singnapour Sling ist aus der Hand gefallen, der Abdruck im Liegestuhl am pooloop
noch zu sehen. Corvus hat sein Handtuch schon auf den nächsten freien Liegeplatz
gebreitet. Mal schauen wer noch alles den Arsch hoch bekommt.
Carsten (w.a.r.c.d.) ,muß kurz machen , Fri Apr 28 18:11:01 2000
Ohne mehr als 1000 Worte
Ein Blick sagt mehr als tausend Worte.
Doch Du hast mich nicht angesehen.
Wie bitte soll ich ohne diese mehr als tausend Worte leben?
Eine leichte Bewegung im Wind.
Und ein Zufall kann soviel verändern.
ShanShana ,Jo!town , Fri Apr 28 19:21:53 2000
...der kleine Bruder vom Loop gefällt mir sehr gut, da nicht so ein Betrieb.
Ich finde, im Loop schreiben zu viele zu häufig zu viel Müll, man hat keinen
Überblick und kann sich schwer behaupten in der Masse. Ich denke, ich werde
mich hier ein wenig einnisten und das Geschehen beobachten und auch mal eingreifen.
Ich denke, das kann gut werden, auch wenn es eine Kopie vom Pooloop ist.
ps: Und Deine ASCII-art finde ich eigentlich sehr cool, MARiO!
Hier etwas von mir beigesteuert, nur leider geklaut:
{~._.~}
( Y )
( )~*~( )
(_)-(_)
(hoffe, erkennbar als Teddybär)
ShanShana ,Jo!town , Fri Apr 28 20:17:30 2000
hey mario...nur für dich, jetzt auch schriftlich, du kanntest es nicht...???
sagtest du, oh ich glaub es nich, du kennst das nur zu gut, von dir hab ich
den ganzen scheiß doch, also diesen banalen satz...wasmanhatdaswillmannichtundwasmanwilldashatmannicht...oder
so. du bist dessen ausbrut. vielleicht bin ich auch mal ganz schnell fort, weg
von hier, weg von dir...kann sein das du mich dann willst, ich dir dann mal
fehle und du mal nach mir sehnsucht hast....wäre ja möglich...wirklich mal was
neues, oder tu ich dir jetzt wieder unrecht und überhaupt verstehst du jetzt
nix von dem was ich schreibe...
...obwohl ich alles schon 1000 mal gesagt hab
-
shanshana...schön dich zu lesen...(???)...bin zwar nur gelegentliche loop-leserin,
doch will ich beim besten willen nicht, daß textasy loop/2 oder so was wird...echt
nich.
frizzie ,leipzig , Fri Apr 28 21:41:44 2000
Ja, Corvus, (Tip'o'the Hat...) das Coolnessgefälle... Wie wahr... Mir persönlich
aber wurscht. Wirklich gut ist schliesslich der freundliche Netizen, der sich
aus dem Window lehnt und der Gemeinde ein Forum zur Verfügung stellt.
Ich denke, also cgi/bin ich.
Und was die städtischen Transportmittel angeht... Die UBahnen mochte ich schon
als kleiner gHack, weil die sich beim Beschleunigen exakt so anhören wie das
Raumschiff Enterprise. Ansonsten mag ich O-Busse. Erinner mich noch an Leningrad.
Springen dauernd raus, die Stromabnehmer. Fahrer muss rausrennen und sie dann
wieder *zapp* *zapp* einschnappen lassen. Viele Fotos gemacht. Weisse Nacht.
Stromkabel kreuzen den Himmel durch.
Jaja.
gHack ,Spyritown , Fri Apr 28 22:20:48 2000
Nachdem ich gerade in den letzten Stunden des alten "loop" ziemlich
wüst gefaket worden bin, möchte ich darauf hinweisen, dass Passwortabfragen
vielleicht nicht schlecht wären, weil sonst ein einziger Faker das ganze Forum
zerballern kann.
gHack ,fakergenervt , Sun Apr 30 01:16:59 2000
Last night I felt like a young Jedi knight, an apprentice. I felt a disturbance
in the force of my universe, but I couldn't tell what it meant. Only the
Jedi masters can see the future and are able to decide what of it will become
reality. But Joda or Obi Wan weren't with me, so the path to the Dark side
of the force became clearer and faster. I have only one hope left....
Carsten (w.a.r.c.d.) ,immer noch verstört , Sun Apr 30 13:35:05 2000
ja, das ende des loop ist wirklich bitter.
wie hohl kann ein mensch nur sein ?
JDM ,not the fake-shit , Sun Apr 30 14:16:55 2000
JDM: keine digitale Erschütterung wirft mich aus der Bahn, das wäre ja auch
noch schöner, nein, sie ist analoger Natur. Der echten Welt zugehörig. Einem
Menschen, denn auch so etwas soll es noch geben.
Carsten (w.a.r.c.d.) ,leicht erbost , Sun Apr 30 16:22:21 2000