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| loop # www.imloop.de

loop #526

winter of loop

 

Jean Améry: Örtlichkeiten
Arno Schmidt: Leviathan
und nun: Schwarze Spiegel
und dann
womöglich
vielleicht
warum nicht?
ja genau!
oder doch nicht?
das Buch, die Forschungsarbeit über Paul Celan weiterlesen (das dicke Buch)
oder (auf jeden Fall!):
den Tyll (warum nicht gar: Tüll oder Tillh?)
die Promotionsarbeit von José Ortega y Gasset über die Jahrtausendwende (1000)
jaja, und neue Bücher billig erstanden: ...
(Paul Auster: ein Gespräch, allerdings: über 400 Seiten!)
GTagebücher: die Reisen 2014 und 2017 und Dresden, Borkum
aber nein, es gibt immer noch dieselben Probleme
und ich beantrage meine (vorgezogene( Rente)
und arbeite (normal) weiter
so ist das Leben
und das älter Werden (oder nicht mehr älter werden)
schöne Stunden, Tage: durchaus mal
und immer wieder: Einsamkeit
(aber das wollte ich so, oder?)
bis dann
ganz plötzlich
reißt der Faden
und Du womöglich
nichts mehr ändern kannst und regulieren, steuern
in die Wege leiten
Mein Vater: fünfzig Jahre tot, aber er lebt noch in mir, in uns: na klar!
Aber wie wird es mir ergehen?
(dort im Jenseits?)
Ein paar Freunde, auf die ich mich verlassen kann, gibt es womöglich doch?
Begraben: irgendwo verscharrt und vergessen?
Die Lebenden müssen sich um sich selbst kümmern (laßt die Toten ihre Toten begraben - oder wie sagte Jesus?)
Dann
an jenem (fernen?) Tage
ist nichts mehr zu ändern
Ein Leben: abgeschlossen, zu Ende, ausgelebt, fertig

Und Du?
stehst am Anfang erst
gehst hinaus in die Welt
kommst aus fernem Lande
mußt noch viel lernen
wirst schon sehen
und alles erfahren
Du Schauspielerin
und Tänzerin
(Legasthenikerin, aber ich merke es kaum: das interessiert micht nicht; Du erzählst und erzählst!)
Frankreich im Westen
im Süden und Westen
die mittelalterliche Stadtmauer:
ich will dort mal hin!

Gehört habe ich
Unglaubliches!
Schönes, Fantastisches
Das Niveau derer aus dem Osten
und das der New Yorker, (afro-)amerikanischen Jazzmusiker
Kultur eben
Hochkultur für die high society
in der Elbphilharmonie:
da war ich noch nie
die Künstler-Bohème
die Freiheit
Freiheit des Geistes
(der Wind weht, wo er will)
durchhalten, arbeiten, dran bleiben
doch mancher
schaffte es einfach nicht
(aus welchen Gründen auch immer)
Und die es schaffen (immer wieder)
werden leidlich kritisiert
und attackiert
und ausradiert
oder angeschmiert
und ausgenutzt
Und Viele
ignoriert
übersehen
an die Seite gedrängt
(und aufgehängt: selbst das)
verklagt
und eingesperrt

Nun ja:
die Welt
die Länder
die Zustände
die Verhältnisse
der Wohlstand
das Auskommen
das Hin und Her
das Hinüber und Herüber
und die Grenzkontrollen
die Überwachung
das Aufwachen jeden Tag, jeden Morgen (und nachts)
das Essen, Verdauen usw.
die geistigen Genüsse
die körperliche und geistige Gymnastik
und das Gespräch
die Mitteilung
der Entwurf
der Plan
die Möglichkeit
die Erkenntnis
das Beginnen (und zu Ende führen!)
das Ausarbeiten und Verbessern
(Feilen, Streichen, Weglassen)
das Sein oder Nichtsein
die Annehmlichkeit
das bequeme Leben
Anerkennung
Erfolg, Glück, Zufriedenheit, Sicherheit, genug Geld

und noch vieles mehr!

 
GüTeE - 22. Januar 2018 21:39 Uhr
 

Ein Männlein steht im Walde

 
HalfManHalfBiscuit - 18. Januar 2018 9:59 Uhr
 

vereist

 
monik sos - bald wieder am Wald - 17. Januar 2018 22:52 Uhr
 

Hans Wollschläger: Die Insel (ein Sammelband, posthum)
Arno Schmidt: Brand's Haide (x.te Lektüre, immer wieder gut, aber den 'Faun' finde ich noch besser - denn der war mein erster Arno)

 
GüTeE - 16. Januar 2018 22:29 Uhr