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| loop # www.imloop.de

loop #492

summer of loop

 

Carlo Collodi: Pinocchio - ach ja!

Lesen tue ich:
Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends (2. Lektüre oder so)
Brigitte Reimann: Die Geschwister / und Tagebücher, Briefe
Christine Lavant: Das Wechselbälgchen

Und morgen werde ich in Richtung 'alte Heimat' fahren, 160 km in zweieinhalb Stunden: mal sehen, ob mich noch wer kennt!

 
GŁTeE - nirgends im nowhere land - 26. August 2016 23:49 Uhr
 

Das Bild auf dem Bild

 
GŁTeE - 25. August 2016 0:51 Uhr
 

Rezept

Mann nehme alle Buchstaben des Alphabets, große und kleine, sowie sämtliche Satzzeichen. Auf Zahlen kann verzichtet werden.
...
Nein, so funktioniert das nicht.
Sammle Wörter und bringe sie in einen Rhythmus, in eine bestimmte Abfolge: Tätigkeitswörter, Hauptwörter, Bindewörter usw.
Rede am besten, wie Dir der Schnabel gewachsen ist. Deine Mutter hat's Dir beigebracht: das Sprechen, das Kommunizieren.
Aber nein: hier würde mich niemand verstehen. Sprachlich lebe ich im Ausland. Ich schreibe seit der Schulzeit in einer Fremdsprache.
Die Handschrift: den Schwung und die Bewegung üben. Die Buchstaben und ersten Wörter lernen: Hans, Lotte, Wurst, Stock, Regenschirm. Bilder und Wörter. Die ersten Kurzgeschichten und Gedichte lesen, Lieder singen.
Hören: die Wörter, den Klang und Gesang, die Sprache, die rhythmischen Reime, das Hin und Her der Unterhaltung, die Betonungen, Ausrufe, Mitteilungen, den Ausdruck der Gefühle. Ein Austausch findet statt: was haben wir uns zu sagen? Was möchten wir wissen, was fragen?
Was hast Du mir gesagt, was mitgeteilt? Was habe ich gefragt, was versäumt zu fragen?
Ich höre zu, bin interessiert, nehme auf und kann es mir merken, aufschreiben. Leider vergesse ich oft, zu fragen, nachzuhaken. Auch teile ich wenig von mir mit - offenbar. Besonders schnell kann ich nicht reagieren. Deshalb bin ich meistens ausgeschlossen im Gruppengespräch und kann mich kaum beteiligen. Was habe ich mitzuteilen? Ich weiß es oft nicht.
Aber es gibt (wenige!) Menschen, mit denen ich mich wunderbar unterhalten kann!
Mit meiner Partnerin ist kaum je ein Gespräch möglich: das funktioniert irgendwie anders bei uns (oder täusche ich mich da?) Musik ist unsere eigentliche Mutter- (bei ihr: Vater-) sprache. Die Musik verbindet uns: zweifellos! Aber wir musizieren kaum je zusammen (das ist aber möglich und passiert auch).
Außerdem ist sie eine Leserin! Damals las sie den ganzen Proust, Tolstoi, Cechov usw., dann nur noch Kriminalromane und mittlerweile fast nur noch die ZEIT. Erfolgreich im Beruf, beliebt und gefragt, wenig Zeit oder: 'erfüllte Freizeit'. Sie ist gesellschaftlich integriert, ich bin's nicht. Ziehe mich zurück ins Private, bin gerne allein. Schon während der Realschulzeit hielt ich mich gerne in unserem sehr beengten Schlafzimmer (mit drei Betten, Tisch und großem Schrank) auf und hörte Musik im Radio oder vom Tonband, machte die Schulaufgaben und Musik (Blockflöte, Melodika, später Gitarre, auch Trommel, Querpfeife und Lyra, Akkordeon mal).
Kinder- und Jugendbücher gab es an den Geburtstagen als Geschenk; achtzehn zähle ich: die besitze ich noch. Gelesen habe ich nicht alle - bis heute! Ein paar 'Mädchenbücher' sind auch darunter: Bummi und Fiete, Bummi in Nöten etc.
Gelesen habe ich: Detektiv Nobody, Pepo und das Indio-mädchen (es geht um Drogenschmuggel in Südamerika!), Abenteuer an der Teufelsmauer (an meinem diesjährigen Geburtstag habe ich sie gesehen: es gibt sie wirklich! Und sie ist sehenswert!), Onkel Titus und 'Die Stauffermühle' (Johanna Spyri), Grimm's Märchen (9). Die Kinder von Bullerbü gab es irgendwo und diese Holzpuppe mit der langen Nase: wie heißt sie noch gleich? Von diesem Italiener: Carlo Goldoni o.ä.?
Die Volksschul-Bibliothek wurde eifrig genutzt! (Diese faszinierende Liste der die Phantasie anregenden Buchtitel!)

 
GŁTeE - Bücherschrank - 24. August 2016 0:11 Uhr
 

alter Schrank

 
GŁTeE - 23. August 2016 22:46 Uhr
 

Schreibtischchaos

 
GŁTeE - home sweet home - 23. August 2016 22:44 Uhr
 

Personal

 
monik sos - Personal für ein neues Stück - 19. August 2016 23:41 Uhr
 

Rüdiger Görner: Ästhetik der Wiederholung

OttO
&
AnnA

Die Würde des Menschen
Es lebe die Freiheit!

Aufklärung, etwas klären, klar machen, die Scheibe wischen, es strukturieren und neu ordnen, auf der Suche nach Sinn und Identität.

Gleich vor dem Gesetz, nicht biologisch gleich: höchst verschieden Mann und Frau, jeder Mensch ist einzigartig! Nie können zwei Menschen gleichzeitig am gleichen Ort sein: das geht nicht.
Die Kamera, das technische Auge verschafft uns aber die Illusion, daß dem so ist: daß wir genau dasselbe sehen und sogar gleichzeitig.
Aber selbst die exakte Wiederholung einer Tonaufnahme oder von Videobildern: das sind anorganische Produkte! Der aufnehmende, sehende, hörende Mensch ist aber ein lebendiges Wesen mit pulsierenden Organen. Du hörst die Musik immer anders, siehst den Film anders, hast andere Assoziationen, es bilden sich andere Verknüpfungen im Gehirn.
Jeder Tag ist einzigartig, das Wetter unberechenbar und (leider?) auch der Mensch. Unzählihce Nuancen, Stimmungen, Atmosphären, unzählbare Sterne und Atome.
Die Pflanze bewegt sich nicht, kommt nicht vom Fleck, wächst und gedeiht, wird größer und stirbt ab um im nächsten Frühjahr wieder aufzutauchen, empor zu schießen.
Der Mensch dagegen muß sich vorsehen, muß Rücksicht nehmen, lernt aus Erfahrung, versucht die Zukunft voraus zu ahnen, verplant den nächsten Tag, das nächste Jahr. Auch Tiere müssen wachsam sein, aufpassen, sich in Acht nehmen, fliehen oder angreifen, schnell sein, klug.
Tiere und Menschen sind entwurzelte Wesen. Sie müssen trinken und essen, verdauen, ausscheiden.
Der aufrechte Mensch hat den Überblick. Giraffen und Elefanten sind stark und haben ebenfalls den Überblick. Affen klettern auf Bäume und haben den Weitblick. Der Denker hat den Durchblick. Er denkt an die Zukunft oder Vergangenheit. Er verfügt über eine Sprache. Wörter evozieren Bilder und Klänge. Wörter und Sätze sind nicht nur eine Art Musik: sie bedeuten etwas, haben Geschichte, laden sich auf.
Wir verfügen mindestens über unsere Muttersprache. Oder: sie verfügt über uns, 'verfugt' uns, macht uns zum Menschen erst.

 
GŁTeE - Am Ast sägen, auf dem Du sitzt? - 17. August 2016 22:21 Uhr
 

schöner, höher, weiter, schlauer
besser, klüger, sanfter, sauer
kleiner, größer oder tief:
alle atmen hier den mief

herrlicher noch als die wolken
schweben leicht am himmelszelt
so weiß, noch weißer oder schwarz
hoch die tanne, hoch im harz

sieger sehen glücklich aus
lachen wilder, wie verrückt
ganz entzückt und wie entrückt
strahlen, grinsen, wir bezahlen

lieber, lauter, leiser oder
heiser, fleißiger und schnell
nur kein lautes hundsgebell
am frühen morgen: sorgen

munterer, lebendiger
jünger noch und fleißiger
sehr erfolgreich anerkannt
und bekannt im ganzen land

trauriger und stummer noch
als ein fisch in seinem loch
grüner grau oder auch rot
jedenfalls am ende: tot

bis in alle ewigkeit
dauernder und alle zeit
nichts vergeht und ewig bleibt
die hoffnung auf lebendigkeit

 
GŁTeE - spontangedicht - 15. August 2016 0:26 Uhr