Navigation




| loop # www.imloop.de

loop #508

spring of loop

 

"Wer nie vom Weg abkommt
bleibt auf der Strecke."

 
monik sos - Radiotöne (neulich) - 27. April 2017 15:14 Uhr
 

"Wenn die Nabelschnur abreißt
steht man auf dem Schlauch."

 
monik sos - Radiotöne (neulich) - 27. April 2017 15:12 Uhr
 

"Das Ziel liegt im Weg."

 
monik sos - Radiotöne (heute) - 27. April 2017 8:16 Uhr
 

Proust-ABC # 13

Anästhesie oder Altenheim
Bordeaux oder Bardot
Caesar oder C3PO
Dildo oder Dunkelkammer
Erkenntiswahnsinn oder Eifersucht
fuchsteufelswild oder fortschrittsbeschwipst
gnadenlos oder griesgrämig
Hochzeit oder hoffnunglos
Ignoranzig oder Insolvent
Januskopf oder Juckreiz
Koeppen oder Kafka
Leistungsnachweis oder Lummerland
Machtmensch oder Muttersöhnchen
Nachtigall oder Nacktmull
Orgasmus oder obdachlos
Panik-Attacke oder Placebo
querfeldein oder Querulant
Rummachen oder Rumheulen
Schlupfhoden oder Schließmuskelschwäche
Textlücke oder textilfrei
U-Bahnschacht oder Umgehungstraße
Venushügel oder Versandhandel
WLAN oder Weltuntergang
Xx oder Xanadu
Yesterday oder Yves St-Laurent
Zoo oder Zukunftsangst

 
Lloyd - with eva & tom - 27. April 2017 2:49 Uhr
 

In einer letzten Anstrengung habe ich endlich den 417-Seiten-Gipfel (kritische) Karl Marx-Biografie von Fritz Joachim Raddatz gemeistert: puh, was für eine Fleißarbeit!
Warten nun die kleineren Erhebungen, immer schön der Reihe nach, sagen wir:
Klaus Modick: Konzert ohne Dichter
René Maria Rilke: Das Stundenbuch
Die Rilke-Monografie von Hans Egon Holthusen
Julian Barnes: Der Lärm der Zeit (über Schostakowitsch)
Ludwig Feuerbach: Das Wesen des Glaubens im Sinne Luthers

Und dann?
Wie geht es überhaupt weiter mit mir, mit uns?
April, April
macht was er will!

Was haben wir da eigentlich geerbt? frage ich mich. Wir Hedonisten, Individualisten, Anarchisten, wir unpraktischen Menschen, wir Künstler-Dilettanten.

Mit den Verwandten, meinen (vielen) Geschwistern, rede ich mal wieder plattdeutsch.

In einer Art Sucht trinke ich zuviel Latte Macchiati und komme zu nichts (aber das kann sich wieder ändern.)

Der Mensch
hat keine Wurzeln. Aber was würde den Wurzeln entsprechen? Geborgenheit, Vertrauen, Nahrungsaufnahme, Kontakt, Beziehungen, Sprache

Das menschliche Beziehungsgeflecht:
leben im Exil, herausgerissen irgendwie

Worauf könnte man/ich mich beziehen, wo anknüpfen? Auf der Suche nach dem Hilfreichen, dem Zukünftigen, dem Bedeutenden.

Weiter forschen, weiter lesen (aber warum kaum noch Musik hören, Radio hören? Wie höre ich?)

Doch wahrscheinlich bin ich nur ein 'autistischer Egomane', der nichts mehr zustande bringt?
Entschuldigungen gibt es nun nicht mehr!
Aber: mit über Sechzig noch so tun, als könne ich/man bei Null anfangen? Luther starb in meinem Alter (und hat sicher nicht alles richtig gemacht!)
Kurz vor der Rente: die Ernte ins Trockene bringen. Wie kann ich leben, wie geht's weiter? Zurück schauen, sich absichern? Du brauchst ein stabiles Fundament, wenn Du ein Haus bauen willst. Du brauchst Materialien, Geld und einen Plan, eine präzise Vorstellung. Dir muss alles klar vor Augen liegen.

Beethoven hat wie ein Bildhauer gearbeitet an seinen Motiven und Themen. Denn sie konstituierten das Werk und waren entscheidend.
Mozart hatte schon alles im Kopf: die ganze Form.
Bach: improvisiert (Beethoven aber auch, und Mozart)
Stravinski bekommt es in die Finger und schlägt auf die Pauken.
Ravel fährt mit dem Fahrrad durch die Landschaft und Debussy liegt in der Sonne, schaut in die Wolken und hört das Rauschen des Meeres.
Rilke ist fleißig und immer einsam.
Hölderlin geht spazieren, Bachmann raucht, Henze trinkt, Celan ertrinkt, 'Das Kapital' bleibt unvollendet, Engels ist ein Unternehmer, Raddatz wurde mißbraucht.

Und die Maler? Die Tänzer, Musiker und Schauspieler? Die Filmschauspieler, die Komiker und Clowns, die Regisseure, Kameramänner, Bauern, Kaufleute, Kassiererinnen? Die Arbeiter und Angestellten, Konzernleiter, Politiker, Journalisten, Moderatoren, Tontechniker usw.? Die Schriftsteller, Verlagsleiter, Lektoren, Agenten; die Verbrecher, Inhaftierten, die Terroristen, die Toten, die Juristen und Rechtsanwälte; die Nachdenklichen, die Geistesarbeiter und Handwerker, Propheten, Verkünder, die Heiligen; die Guten und Bösen - also eigentlich alle: die künftigen Generationen, die Zeichen der Vergangenheit, die Überbleibsel, Reste, Fundsachen, Monumente, Wahrzeichen, Hinweisschilder, Kulturgüter, Kunst und Architektur, Kulturobjekte, Naturprodukte, Kulturtechnik, Maschinen, Geräte, Werkzeug, Erfindungen

 
GŁTeE - hier und dort - 17. April 2017 22:09 Uhr
 

ausgeblasen

 
monik sos - ffm. - 15. April 2017 0:25 Uhr